Goldwaschen am Rhein 01.07.2018

Bis zu 2 mm große Goldflitterchen in der Pfanne

Mal eine ganz andere Art von Freizeit erlebten die Teilnehmer des Goldwaschtages am Sonntag: Sie  begaben sich auf die Suche nach dem legendären Rheingold. Lange suchen mussten wir eigentlich nicht, denn die Geröllbank, auf die ich die Kursteilnehmer hinführte, ist eine sogenannte Goldseife.

Hier reichert sich das gelbe Metall an. Beim Goldwaschtag geht es eigentlich nur darum, die Kunst des Goldwaschens zu erlernen und das kostbare Rheingold aus dem Sand zu holen. Und darum ging es.

Das Goldwaschen am Rheinufer ist eine feine Sache.  Denn ohne Funde geht niemand nach Hause. Vorausgesetzt man kann es, kann das Ufer und Flussbett „lesen“ und wendet die richtige Waschtechnik an.

Die Teilnehmer dieses Waschkurses waren von Anfang an Feuer und Flamme, erhofften sich natürlich riesige Funde und scherzten schon bei der Begrüßung in Bad Bellingen eifrig. Bei mancheinem klang ein wenig Skepsis mit, ob man auch wirklich „richtiges“ Gold finde. Ein kleines, winziges Stückchen wäre schon super!

Ich konnte beruhigen. Erstens: „Ohne Gold geht mir niemand nach Hause!“, gab ich zur Antwort. Und zweitens: Riesige Funde würden wir vermutlich keine machen.

Denn dagegen spreche einerseits die angekündigte Sommerhitze, andererseits handle es sich hier um einen Goldwaschkurs, allerdings mit Fundgarantie.

Am Goldwaschplatz angekommen, bezogen wir sofort unser „Basislager“. Es war ein besonders schattiger Sandplatz unter großen Bäumen. Die Waschstelle war direkt unterhalb davon. Nach einer kurzen Einführung wurden sofort alle Teilnehmerpfannen mit ausgesiebtem Sand gefüllt, dann folgte der schwierigere Teil. Und der hieß: Kein Gold verlieren! Denn es kam auf das richtige Rütteln und Schwenken an. Dabei musste zunächst der im Sand eingelagerte Lehm mit dem Wasser fortgespült werden, bis nur noch glaskares Wasser den verbliebenen Sand bedeckte. Anschließend hieß es, die oben liegenden, leichten Sande über den Pfannenrand fortzuspülen, bis ein kleiner Rest, bestehend aus schweren Mineralien, schwarzem Sand und – hoffentlich – auch Goldflitterchen übrig blieb.

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Kopf unter Wasser! Das erfrischt so herrlich.

Das sagt sich leicht und sieht auch „easy“ aus. Wer zum ersten Mal eine Pfanne schwenkt, stellt rasch fest, weshalb selbst erfahrene Goldsucher sich darin immer wieder üben. Mal wird der gesamte Inhalt über den Pfannenrand fortgeschleudert, ein andermal wird das Sandgemisch nicht nach seiner Dichte sortiert, sondern verwirbelt. Ein paar Versuche, dann endlich stellt sich der Erfolg ein. Und der heißt: „Gold! Gold!“

Weil heute auch etliche andere Profi-Goldsucher anwesend waren, nutzten meine Teilnehmer die Chance, mit diesen ins Gespräch zu kommen und sich von ihnen zusätzliche Informationen zu beziehen. An dieser Stelle ein Dankeschön an meine Kollegen!

Was soll ich sagen: Kaum war die unter schattigen Bäumen gemeinsame Mittagspause vorbei, wurden die Waschrinnen eingesetzt und noch mehr Goldflitter gewonnen. Und im null Komma nix war der Abend da und damit der Waschtag zu Ende. Wie immer viel zu schnell. Übrigens, das Versprechen, jeder werde Rheingold mit nach Hause nehmen, konnte ich selbstverständlich auch heute wieder einlösen. Einige Flitterchen waren sogar bis zu 2 mm mächtig. Super!


Goldwaschen am Rhein auf Goldsucher.de

4 Kommentare

  1. Lieber Franz!

    Meinem Mann Marcel und mir haben deine Einführung und deine ausführlichen Berichte über das Goldwaschen und das Gold an sich sehr viel Freude bereitet!

    Ich hatte mich im Vorfeld schon mit der Materie befasst und mir dazu Equipment beschafft, wobei es bei der Benutzung noch einige Klärungen bedurfte. Dank deiner Erfahrung konnte ich nun auch mit meiner Waschrinne ohne Ungereimtheiten umgehen.

    Wir sind sogar extra für deinen Kurs und für die „goldreichste“ Stelle Deutschlands aus NRW angereist!!
    ES HAT SICH GELOHNT!

    Sobald es möglich ist, kommen wir wieder waschen. Hoffentlich sieht man sich dann….

    Lieben Gruß Natalie

    1. Liebe Natalie, lieber Marcel, das freut mich sehr, dass Euch das Goldwaschen so sehr gefallen hat. Ganz sicher werden wir uns wiedersehen. Meldet Euch einfach, wenn Ihr anreist. Ich würde mich riesig freuen. Goldige Grüße nach NRW! Franz der Goldsucher

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