Goldwaschen am Rhein 03.06.2018

Der Goldwaschtag verging wie im Flug

Oje, da waren doch deutlich mehr Teilnehmer da, als ich auf meiner Liste hatte. Irgendwie stimmt da etwas nicht, dachte ich mir während der Begrüßung beim Neuenburger Rathaus, verglichnochmals die Liste mit der tatsächlichen Personenzahl. Die Erklärung fand sich später: Ein paar Leute hatten vom Goldwaschtermin erfahren und wollten unbedingt mitmachen. Zufälligerweise hatte ich genügend Waschpfannen dabei.

Eigentlich wollte ich heute auf der Neuenburger Insel oder nördlich der Zähringerstadt nach dem gelben Metall schürfen. Allerdings war der Wasserstand zu hoch und die Waschgründe lagen knietief unter Wasser. Andererseits war der Wasserstand perfekt für die höher liegende Geröllbank beim Rheinkilometer 179. Darüber informierte ich die Teilnehmer, die mit dem Standortwechsel allesamt einverstanden waren. Schließlich ging es ja darum, ein paar Goldstückchen mit nach Hause zu nehmen.

Wenig später trafen wir am Rheinufer ein, wo bereits befreundete Kollegen, allesamt leidenschaftliche Schürfer, eifrig die Pfannen schwenken.

Darunter auch Goldsucher-Kollege Hans aus Rastatt. Er war bereits am Vortag da und hatte sich einen Sonnenschirm mitgebracht. Der Wetterbericht hatte für heute hochsommerliche Temperaturen angekündigt.

Der Waschplatz lag direkt unterhalb eines riesigen, schattenspendenden Baumes, umsäumt von viel feinem Sand. Der Platz war ideal für das Tageslager. Die Geröllbank nur wenige Schritte entfernt, ging’s sogleich ans Werk: schaufeln, sieben und ganz, ganz angestrengt in die Pfanne schauen, ob sich irgendwo das erste Goldflitterchen zeigte. Doch Pech, in der ersten Pfanne war kein einziges. Das änderte sich sehr rasch.

Kaum waren allen Teilnehmer-Pfannen mit Sand gefüllt, meldeten sich bereits die ersten Teilenhemer: „Ist das Gold?“ Mit dem Finger deuteten sie auf kleine Goldflitterchen. Es war Gold! Einwandfrei!

Im weiteren Verlauf fanden immer mehr ihr erstes selbst gewaschenes Rheingold. Die Teilnehmer hatten ziemlich rasch die richtige Waschtechnik angewandt. Ich war begeistert und musste immer häufiger nur noch ihre Funde bestätigen.

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Nach der Mittagspause wurden die Waschrinnen in die Strömung gelegt und permanent mit ausgesiebtem Sand gefüllt. Vermutlich aufgrund der bisherigen Erfolge wurden einige leichtsinnig, gruben nicht mehr an der erfolgsversprechenden Stelle, sondern mal hier, mal da. Pech, dass nicht alle Grabungsstellen das kostbare Edelmetall beherbergten. Nachdem dieser Fehler erkannt war, konzentrierten sich alle auf die ursprüngliche Stelle. Schon stellte sich wieder der gewohnte Erfolg ein.

An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an die Pfälzer, die mir aus ihrer Heimat einen edlen Tropfen mitgebracht hatten. Ich werde ihn in dieser Woche in einer ruhigen Stunde genießen und freue mich schon darauf. Vielen Dank! Danke aber auch allen anderen Teilnehmern. Es war eine tolle Gruppe! Schade nur, dass der Tag so rasch vorüber ging. Dafür freue ich mich bereits aufs kommende Wochenende, wenn es wieder zum Goldwaschen an den Altrhein geht.


Goldwaschen am Rhein auf goldsucher.de 

3 Kommentare

  1. Hallo Franz Josef,

    Schee wars, wie man bei uns sagt. Goldwaschen … , da ist schon ein kleiner Kindheitstraum in Erfüllung gegangen.

    Ganz herzlichen Dank nochmal für die wirklich tolle Einführung ins „Goldwaschen“, mit all den Hintergründen zum Rheingold und den schönen Geschichtchen.
    So ein bisschen Goldsuchfieber ist schon aufgekommen 😉

    glg
    Jutta und Gerd

  2. Lieber Franz-Josef,

    vielen Dank für den schönen Goldwaschtag am Rhein. Das Goldfieber hatte uns bereits nach der ersten Pfanne ergriffen und dauerte den viel zu schnell vergehenden Tag an. Schnell konnten wir den ersten Goldflitter in unseren gläsernen Tresor legen. Wir werden uns noch lange an den Tag erinnern.

    Viele Grüße aus dem Schwabenländle
    Familie Ziegler

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