Goldwaschen am Rhein 04.11.2017

Goldwaschen bis nach Sonnenuntergang

Gleich mehrere Teilnehmer mit reichlich Erfahrung in der Goldsuche besuchten meinen heutigen Goldwaschkurs. Ihr Wunsch: Sie wollten die längst erworbenen Kenntnisse vertiefen und die  Waschtechnik verbessern. Aber auch Goldwäscher, die einfach nur mal das Goldfieber erleben wollten, waren gekommen.

Frühzeitig waren alle angemeldeten Teilnehmer zum Treffpunkt bei der Balinea-Therme in Bad Bellingen gekommen. Deshalb konnten wir auch frühzeitig zum Goldwaschplatz beim Rheinkilometer 179 aufbrechen. Jetzt im Spätjahr fällt der Wasserstand zusehends. Die Goldwaschbank war trockenen Fußes zugänglich. Am oberen Ende bezogen wir unser Lager und begannen sofort, die erste Pfanne mit ausgesiebtem Sand zu füllen.

Ein kräftiges Rütteln, damit sich die schweren Mineralien auf den Pfannenboden absetzen, dann wurde die Pfanne so geschwenkt, dass die oben liegenden und leichten Sande über den Rand schwemmten, bis letztlich nur noch ein wenig Sand übrig blieb. Deutlich sichtbar erkannten wir den schwarzen Sand (Magnetit). Ein gutes Zeichen für das Vorhandensein schwerer Mineralien. Noch ein kleiner Schwenk, da tauchten die ersten beiden kleinen Goldflitterchen auf. Das erste Gold war gefunden!

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„Das geht ja schnell!“ freute sich ein Goldwäscher, packte Schaufel, Sieb und Pfanne und begann sofort damit, sein erstes Rheingold zu finden. Offensichtlich ging er zu hektisch an die Arbeit. Deshalb ermahnte ich alle Teilnehmer, langsam zu arbeiten und sich nicht von Übereifer verleiten zu lassen. In der Ruhe liegt die Kraft – und das Gold! Zwei Pfannen später klappte es bereits bestens. Sein erstes Gold lag deutlich sichtbar auf dem Pfannenboden.

So erging es heute allen. Nach den ersten Fehlschlägen verbesserten alle Teilnehmer ihre Waschtechnik zusehends. Aber nicht alle kamen mit meinen Schwenks zurecht und probierten deshalb statt meiner kreisenden Bewegungen lieber die Kipptechnik. Diese hatten sie in Filmen sowie bei anderen Goldsuchern studiert. Auch diese Arbeitsweise klappte bestens.

Obwohl die Wetterprognose einen tollen Sonnentag versprach und erst für die Abendstunden Regen ankündigte, kam es anders. Der Tag war ein Wechsel von Sonnenschein und Wolken sowie einem kurzen Sprühregen während der Mittagspause. Der für den Abend angekündigte Regen blieb sogar gänzlich aus. Zudem wurden wir den ganzen Tag über mit für die Jahreszeit ungewöhnlich warmen Temperaturen belohnt.

Dass der November der vorletzte Monat im Jahr ist, konnten wir pünktlich zum Ende dieses Goldwaschtages erleben. Wenige Minuten später ging die Sonne unter; die Landschaft hüllte sich in Dunkelheit. Die meisten Teilnehmer verabschiedeten sich frühzeitig und erreichten so noch während des Zwielichtes ihre Autos. Mit einem Teilnehmer blieb ich jedoch bis zur Dunkelheit. Er berichtete über seine Goldwaschversuche im Schwarzwald sowie in der Schweiz. Dann war es düster am Rheinufer. Nun hieß es, rasch die Goldwaschwerkzeuge und den Rucksack zu packen und den schmalen Pfad vom Rheinufer durch den Wald zum Parkplatz einzuschlagen.

Vielen Dank allen Teilnehmer! Es war ein toller November-Goldsuchertag!

 

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