Goldwaschen am Rhein 06.05.2018

Über Nacht verlor der Rhein sein Wasser

So wenig Wasser hatte ich im Rhein schon lange nicht mehr gesehen. Ungewöhnlich stark war über Nacht der Pegel gefallen. Noch am Vortrag lag der Wasserstand gut 15 cm höher und ließ den Einsatz der Goldwaschrinnen zu. Aber nun war alles anders: Die riesige Geröllbank nördlich von Neuenburg am Rhein war knochentrocken. Das fürs Goldwaschen benötigte Wasser war ein gutes Stück von der Goldlinie entfernt.

Ein „normales“ Goldwaschen war so nicht möglich. Andererseits war für den heutigen Tag eine ziemlich große Kinderschar angekündigt. Die Kleinen konnten hier ohne Bedenken herumtollen. Der perfekte Lagerplatz mit den schattenspendenden Bäumen sowie die Nähe zum Parkplatz waren allerdings die klaren Pluspunkte, weshalb ich mich am frühen morgen dennoch für ein Goldwaschen hier entschied. Unteren Umständen wäre ich sehr wahrscheinlich auf einen anderen Waschplatz ausgewichen.

Ein weiteres super schönes Plus: Heute fanden wir neben Gold eine überraschend große Anzahl an klaren oder farbigen Quarzkieselsteinen. Manche waren lila (Amethyst), andere rosa eingefärbt (Rosaquarz), wieder andere hatten goldfarbene, gelbe Einschlüsse. Weshalb wir heute so viele Edelsteine als Beifunde fanden, ist selbst mir ein Rätsel. Edelsteine finden wir immer wieder, aber in dieser Häufigkeit… Das ist schon etwas Besonderes.

Entdeckt wurden sie zumeist von den Kindern selbst. Während ich mich beim Waschen und den Waschvorführungen auf das (seltene) Gold konzentrierte, pickten die Hände immer mal wieder „einen schönen Stein“ aus der Pfanne. So etwas nennt man Finderglück.

Wenngleich die Goldfunde heute eher bescheiden waren, war der Tag für alle ein schönes Erlebnis. Wir hatten hochsommerliche Temperaturen (bis zu 30 Grad), ein schattiges, gemütliches Plätzchen am Ufer und jede Menge Spaß. Die meisten Goldfunde machten wir übrigens erst in der zweiten Tageshälfte nach der Mittagspause und ausgerechnet an jener Stelle, an der wir am Vormittag erfolgreich gegraben hatten. Nachdem ein paar Pfannen ohne Goldflitter blieben, hatten wir uns für neue Grabunsstellen entschieden. Das sollte sich später als Fehler herausstellen. Denn bei einer nochmaligen Grabung am ursprünglichen Platz stellten sich wieder Funde ein. Die meisten waren zwar deutlich unter 1 mm im Durchmesser, doch einige wenige hatten eine stattliche Größe von bis zu 2 mm.

Trotz der insgesamt geringen Ausbeute (soweit ich feststellen konnte, konnte dennoch jeder selbst gefundenes Rheingold mit nach Hause nehmen), entdeckten einige Teilnehmer in der Goldsuche ihr neues Hobby. Sie möchten „auf alle Fälle“ wiederkommen. Ich freue mich auf sie!


Goldwaschen am Rhein auf goldsucher.de

3 Kommentare

  1. Hallo Herr Andorf,

    auch uns hat der Kurs, welcher einen Einstieg in dieses außergewöhnliche Hobby ermöglicht, sehr gut gefallen.
    Wir können nun tatsächlich behaupten, selbst Gold gesucht und gefunden zu haben!
    Uns hat das Goldfiber nun sogar so sehr angesteckt, dass wir uns gleich eine kleine Ausrüstung zulegten, um unser erlerntes Wissen weiter zu vertiefen.
    Vielleicht trifft man sich auf dem ein oder anderen „Claim“ mal wieder.

    Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg!

    Die „Karlsruher“

  2. Lieber Herr Andorf, wir wollten uns nochmal bedanken bei Ihnen. Der gestrige Tag war wirklich unvergesslich. Sie haben die Kinder und auch uns Erwachsene so herzlich und lustig durch den Tag begleitet. Habe nachträglich nochmals ganz positive Resonanz erhalten. Nun haben wir alle das Goldfieber. Herzlichen Dank nochmal und liebe Grüße aus Bantzenheim, Lisa, Alain und Marion

    1. Liebe Frau Berghold, das freut mich sehr, dass Ihnen und den Kindern das Goldwaschen so sehr Spaß bereitet hat. Die Kinder sind ja richtige Glückskinder. Sie haben so viele wunderschöne Edelsteine gefunden, ganz nebenbei zum Gold. Herzliche Grüße! Franz-Josef H. Andorf

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