Goldwaschen am Rhein 06.08.2017

Alte Freunde beim Goldsuchen getroffen

Die Überraschung war perfekt. Noch während der Begrüßung dachte ich mir, das Gesicht und das freundliches Lächeln irgendwoher zu kennen. Aber woher nur? „Eine alte Jugendsünde“, sagte er auf dem Weg vom Parkplatz zum Goldwaschplatz. Mehr nicht. Ich grübelte umso heftiger, hatte aber keinen blassen Schimmer.  Das Rätsel sollte schon bald gelöst werden…

Zuvor hatte ich die Teilnehmer dieses Goldwaschtages bei der Tourist-Information in Bad Bellingen abgeholt und ihnen schon mal einen kleinen Einblick in das gegeben, was sie später erwarten durften. Und dass sie selbstverständlich echtes, selbst gefundenes Rheingold mit nach Hause nehmen würden.

Am Waschplatz angekommen, waren bereits zwei befreundete Goldsucher aus Rastatt, Hans und Demian, fleißig dabei, nach dem gelben Metall zu schürfen. Wieder testeten sie ihre neuen Waschrinnen aus. Diese sind selbst entworfen, aus dickem Aluminium und mit einer kleinen Wasserpumpe versehen, so dass man nicht auf Flussströmung angewiesen ist. Seit Wochen tüfteln die beiden an der Verbesserung ihrer Rinnen. Und damit nicht genug. Auch Petra und Andreas, Goldsucher aus Villingen, ließen es sich nicht nehmen, uns anschließen. Ganz klar, auch sie wollten heute den Fund ihres Lebens machen.

Unter einem schattigen, alten Baum bezogen wir den Lagerplatz. Unterhalb davon lag das Ziel unserer Träume: die mit Goldflittern angereicherte, riesige Geröllbank. Nach einer kurzen Einweisung über die Waschtechnik nahm ich eine Schürfprobe – und siehe da, die ersten Flitterchen blinkten im Sonnenlicht auf. Sie wurden sofort in die Gläschen zweier Kinder getan.

Ab jetzt gab es kein Halten mehr. Jeder wollte möglichst sofort solches Gold finden. Und wer weiß, vielleicht wartete irgendwo hier zwischen den großen Kieselsteinen auch ein ganz großer Fund. Der blieb an diesem Tag zwar aus, dafür konnte letztlich jeder etliche Goldstückchen mit nach Hause nehmen. Eigens dafür hatte ich jedem ein verschließbares Gläschen gegeben.

Wie gefällt Dir das Goldwaschen am Rhein? Hinterlasse unten Deine ganz persönliche Meinung!

Noch vor der Mittagspause wurde schließlich das Geheimnis gelüftete. Der Mann mit dem freundlichen Lächeln kannte mich aus der Bundeswehrzeit. Damals, vor etwa 40 Jahren, waren wir in derselben Einheit. Er zeigte mir ein Schwarzweißbild aus jenen Tagen. Und tatsächlich! Alte Erinnerungen wurden mit einem Schlag wach.

Ihre helle Freude hatten aber auch alle anderen Teilnehmer und insbesondere die Kinder. Ich glaube, das war der erste Goldwaschtag, an dem die Jüngsten nicht müde wurden und die Eltern Mühe hatten, sie abends zur Heimreise zu überreden. In jedem Fall, so versicherten sie in voller Überzeugung, würden sie nochmals kommen. Vielleicht nicht mehr in diesem Jahr, aber ganz  bestimmt im nächsten.

Übrigens, unter den Teilnehmern war auch ein Einheimischer. Er hatte von meinen Goldwaschtagen gehört und war ziemlich überrascht, was für goldene Schätze quasi vor seiner Haustür liegen. Mit Sicherheit werde er hier hin und wieder auftauchen. Vielleicht sogar mit eigener Pfanne und eigener Schaufel…

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle. Es war ein wunderschöner Goldwaschtag!

 

4 Kommentare

  1. Hallo Franz-Josef,
    das Goldwaschen am Rhein von Dir organisiert war ein schönes Erlebnis, das ich
    sicherlich wiederholen werde. Bitte sende mir noch, so weit es geht die von Dir gemachten Bilder zu. In voraus danke aus dem schönen Nehren sendet Dir Joachim

    1. Hallo Joachim, es freut mich, dass Du vom Goldwaschen begeistert bist. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen. Die Bilder sind bereits an Dich unterwegs. Goldige Grüße nach Nehren!

  2. Es war ein tolles und einzigartiges Erlebnis. Wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen!
    Herzliche Grüsse von den goldigen Jungs aus Hertingen

    1. Hallo Ihr goldigen Jungs aus Hertingen, es ist schön, dass Euch das Goldwaschen so gut gefallen hat. Und Ihr habt nun auch selbst erlebt: Das Gold liegt fast vor Eurer Haustür. Man muss nur wissen, wie man es birgt. Und das könnt Ihr nun. Goldige Grüße nach Hertingen!

Schreiben Sie uns einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Passend zum Thema