Goldwaschen am Rhein 07.10.2017

Rheingoldsuche im goldenen Oktober

Gestern Regen. Für morgen sind ebenfalls Regenschauer angekündigt. Aber heute spürten wir davon nichts. Stattdessen gab’s Sonnenschein – und das den ganzen Tag. Und Goldfunde. Weil der Wasserstand heute viel zu niedrig und die Strömung zu gering für den Einsatz von Goldwaschrinnen bei Neuenburg war, wichen wir auf meinen Vorschlag hin zum Rheinkilometer 179 aus.

Der dortige Goldwaschplatz ist unter Goldsuchern ziemlich beliebt, weil der Altrhein quer über die riesige Geröllbank durch ein verengtes Flussbett strömt und dadurch an den Rändern genügend Strömung herrscht. Der eigentliche Fundplatz liegt oberhalb.

Am Goldwaschplatz angekommen begannen wir sofort mit einer Probepfanne. Aber welches Pech: In der ersten Pfanne fand sich zwar jede Menge „schwarzer Sand“ (ein Hinweis auf das Vorhandensein von schweren Mineralien und auch Gold), aber das goldige Stückchen ließ sich zunächst nicht blicken. Zunächst.

In den nächsten Pfannen fanden sich zunächst jeweils ein, dann mehrere Goldflitterchen pro Pfanne. Wir hatten also an der richtigen Stelle gegraben.

Wegen der Goldsuche hatte eine Familie aus der Region um die Loreley in Rheinland-Pfalz mit zwei Kindern ihren Herbsturlaub im Südschwarzwald eingeplant; sie hatte sich auf einem Bauernhof in Titisee-Neustadt eine Ferienwohnung gemietet.

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Die Kinder waren zwar fürs Schaufeln zu klein, aber dafür gaben Papa, Mama und ich ihr Bestes. Ebenfalls von weit her angereist war ein weiteres Paar aus dem Heilbronner Raum. Trotz des herbstlich schönen Sonnentages waren nicht, wie sonst üblich, Profis vor Ort. Lediglich am elsässischen Rheinufer tauchten mehrere Goldsucher auf.

Wie üblich hatte ich bald nach Mittag ein Grillfeuer angezündet. Es diente auch heute wieder darum, alle Teilnehmer um mich zu versammeln und ihnen während der kleinen Pause etliche Informationen rund ums Rheingold sowie die Waschtechnik und das Markgräflerland zu vermitteln. Gleich darauf setzten wir die Goldwaschschleusen ein und erhöhten damit die Goldausbeute beträchtlich.

Für die Teilnehmer ging der Tag – ebenso wie für mich – ziemlich rasch vorüber. Gerne hätten wir noch weiter geschürft, aber das abnehmende Sonnenlicht ließ uns die Goldflitterchen immer schwerer erkennen. Einige Goldsucher  sowie die beiden Kinder kündigten jedoch an, „unbedingt“ wiederzukommen. Jedenfalls irgendwann „oder schon im nächsten Jahr“. – Ich würde mich über ein Wiedersehen freuen.

2 Kommentare

  1. Wir hatten einen riesen Spaß und wir wissen nicht, ob die Sonne oder unsere Gesichter mehr strahlten bei unseren ersten Goldflitterchen in den eigenen Pfannen. Hochmotiviert nach den ersten Funden wollten wir noch mehr und merkten bei soviel Spaß gar nicht, wie die Zeit verging. Ein tolal glücklich machendes Highlight, mit spannende Informationen, lustigen Geschichten und der Geschichte um den Rhein und seiner Landschaft. So macht lernen Spaß. Einen ganz lieben Dank an unsere „Goldfindefachkraft“ für diesen tollen Tag und wir kommen gerne wieder. Die Bremer’s aus Wolfsburg

    1. Hallo liebe Bremer’s aus Wolfsburg, das freut mich riesig, dass Euch das Goldwaschen und der ganze Tag so sehr gefallen hat. Aber auch für mich war der Tag ein riesiges Erlebnis, insbesondere dank der super tollen Leute, die daran teilnahmen. Goldige Grüße nach Wolfsburg!

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