Goldwaschen am Rhein 08.07.2018

Sommersonne und viele Goldsucher-Kollegen

Hoppla, woher kamen denn all die vielen Goldwäscher, die am Fluss bereits eifrig die Pfannen schwenkten? Kein Zweifel, die Suche nach dem gelben Metall ist beliebter, als mancheiner denkt. An sonnigen Tagen, insbesondere in den Sommermonaten, sind die Schürfer unterwegs, graben im Flussgrund den Sand aus, sieben, schütteln und blicken konzentriert in die Pfanne. Blinkt ein Goldstückchen auf, ist das Glück perfekt.

Als meine heutige Gruppe am Goldwaschplatz ankam, staunten wir über die zahlreichen anderen Goldsucher nicht schlecht. Etliche hatten sogar unseren Lagerplatz belegt, den ich noch am Abend zuvor extra für heute vorbereitet hatte, so dass wir einen neuen einrichten mussten. Beim Rathaus in Neuenburg, dem heutigen Treffpunkt, wussste ich davon noch nichts. Von Neuenburg waren wir eine Autobahnausfahrt weiter nach Süden gefahren; ein Goldwaschen auf den Neuenburger Geröllbänken war wegen des erhöhten Wasserstandes dort nicht möglich. Das war mir bereits am Abend zuvor bewusst.

Der Ortswechsel südlich von Bad Bellingen sollte sich für alle lohnen. Der neue Lagerplatz lag unter einem riesigen, schattenspendenden Baum; das Wetter war perfekt und bot auch heute wieder Sonne pur.

Und die dortige Geröllbank lag deutlich über dem Pegel. Sie bot viel Platz, damit die Kinder ohne Gefahr herumstreifen und auf Entdeckungstour gehen konnten. Und es gab Gold!

Bevor es mit dem Waschen losging, führte ich die Gruppe im Schnellverfahren in die Theorie ein, dass Gold extrem schwer ist und sich deshalb immer auf dem Pfannenboden absetzt. Richtiges Schütteln, Rütteln und Schwenken vorausgesetzt. Kurioserweise enttäuschten die ersten Pfannen sehr. Offenbar hatten wir an der falschen Stelle gegraben. Ein paar Meter weiter zeigte sich jedoch ein ganz anderes Bild und auch der schwarze Sand (Magnetit) tauchte gehäuft auf. Schwarzer Sand ist ein Indiz auf das Vorhandensein von schweren Mineralien, wozu ebenso Gold gezählt wird.

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Endlich blinkten die ersten Goldflitterchen auf. Von nun an fanden sich in (fast) allen Pfannen Goldflitterchen, die meisten mit einem Durchmesser von einem Millimeter, viele auch deutlich darunter. Damit hatten wir eine gute Grabungsstelle gefunden, von der wir nach der Mittagspause den Sand für die Goldwaschrinnen bezogen. Und damit erhöhten sich auch die Goldfunde.

Einigen Teilnehmern gefiel das Goldwaschen so sehr, dass sie darin ihr neues Hobby entdeckten. Wir würden uns „garantiert“ wiedersehen, vielleicht nicht in diesem Jahr, aber im kommenden oder später. Und dann würden sie mit eigener Ausrüstung an den Rhein kommen, hier ihren Urlaub verbringen und vielleicht auch den Fund ihres Lebens machen. Ich wünsche ihnen viel Glück!


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4 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Andorf,

    die Sachsen-Anhalter bedanken sich bei Ihnen für dieses unvergessliche Erlebnis.
    Die weite Strecke hat sich echt gelohnt und wir werden auf jeden Fall weiter nach dem Gold suchen.
    Machen Sie weiter so. Das ist perfekt und echt klasse und bleiben Sie so wie Sie sind.

    1. Liebe Sachen-Anhalter, das Kompliment kann ich an Euch zurückgeben. Ihr seid super! Der Goldwaschtag mit Euch hat mir riesig viel Spaß bereitet.

  2. Hallo Herr Andorf,

    Vielen Dank nochmals für den schönen Tag am Rhein!
    Wir als Familie waren sehr zufrieden und das Goldsuchen hat einen riesen Spaß gemacht, so dass wir alle glücklich und zufrieden nach Hause fahren konnten – mit einem goldigen Lächeln!

    Die Kinder haben alle GOLDFIEBER :-))

    1. Lieber Osman B. mit der ganzen, großen Familie! Schön, wenn die Kinder das Goldfieber haben. Keine Sorge, das ist nicht weiter schlimm, sondern macht glücklich. Aber auch an Euch allen möchte ich mein herzliches Dankeschön ausdrücken. Ihr seid eine wirklich nette Gemeinschaft, die ganze Familie und die Freunde. Goldige Grüße an alle!

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