Goldwaschen am Rhein 09.06.2018

Gold, Halbedelsteine und super schöne Muscheln

Es gibt Tage, die vergehen wie im Flug. Kaum hat er begonnen, schon ist er wieder vorüber. Beinahe könnte man meinen, die Zeit vergeht viel schneller als sonst. Solche Tage erlebe ich an jedem Wochenende, wenn das Goldwaschen ansteht. Kaum ist das Rheinufer erreicht und die ersten Pfannen mit ausgesiebtem Sand gefüllt, legen die Uhren an Tempo zu.

Und im Nu ist der Goldwaschtag vorüber. Einzig die Erinnerung an einen wunderschönen Tag und die Goldflitterchen im Aufbewahrungsgläschen bleiben übrig.

Dabei unterschied sich das Goldwaschen am Samstag von den anderen Tagen deutlich. Das lag nicht am Wetter (es herrschte wie üblich Sonnenschein bis zum Schluss) und auch nicht an außergewöhnlichen Funden (alle Teilnehmer fanden so viel Gold wie üblich) – es lag einzig an der großen Teilnehmerzahl.

Ein paar für den Folgetag gemeldeten Leute mussten das Abenteuer „Goldwaschen am Rhein“ vorverlegen. Sie waren Urlaubsgäste und hatten sich beim Abreisezeitpunkt beziehungsweise beim Termin fürs Aus-Checken vertan. Trotz der ungewöhnlich hohen Teilnehmerzahl war es ein fantastischer Tag. Das lag an den Kursteilnehmern selbst. Mit großen Erwartungen ließen sie sich auf das Abenteuer Goldwaschen ein und hielten bis in die frühen Abendstunden durch. Dafür konnten sie sich über etliche Rheingoldfunde freuen.

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Für die Kinder gab es noch mehr zu entdecken. Das Ufer ist voll mit Schätzen. Sie freuten sich über glasklare Quarzkiesel (Bergkristalle) sowie lilafarbene und andere schöne Haldedelsteine freuen. Und weil auf dem Goldwaschplatz jede Menge Muschelschalen herumliegen, wurde manche Hosentasche bis an den Rand gefüllt. Kurzum: Für die Kleinsten war der Tag ein ganz, ganz besonderer. Wer findet schon so viele Schätze an einem einzigen Ort?

Wer im Fernsehen Filme mit Goldsuchern sieht, erfährt meist nur von großen Funden, die plötzlich in der Pfanne auftauchen. Aber wie kommen sie an die Schürfstelle? Und weshalb tauchen sie plötzlich auf dem Pfannenboden auf? Dabei umfasst die Goldsuche weit mehr. Das fängt mit der Anfahrt an. Beim Treffpunkt in Bad Bellingen erklärte ich den Teilnehmern zunächst die kurze Fahrtstrecke zum Waldparkplatz und dass wir von dort aus noch ein Stück entlang des Rheins zur goldführenden Kies- bzw. Geröllbank laufen müssten. Dort angekommen, wurden sie  in die nötigsten Grundkenntnisse eingeführt, gefolgt von einer Waschdemonstration – und schon wurden alle Pfannen mit ausgesiebtem Sand gefüllt. Es dauerte nicht lange, bis die ersten selbst geschürften Goldflitter entdeckt wurden. Ab jetzt ging es eigentlich nur darum, größere und noch viel, viel mehr Gold zu finden… Das nennt man Goldfieber.

Dieses Goldfieber wurde erst mit der Mittagspause unterbrochen. Denn der Tag durfte für die frisch gebackenen Goldwäscher nicht zu Stress ausarten. Die Grillpause wurde gerne angenommen, wenngleich einige die Pause nur um Minuten durchhielten. Ein Bissen in einen Kecks oder eine rasch gegrillte Wurst, ein oder zwei Schluck aus der Thermosflasche, schon sich sich wieder ans Schürfen.  Währenddessen berichtete ich den noch pausierenden Leuten, woher das Gold kommt und weshalb sich auf der Geröllbank mehr Gold konzentriert als an anderen Uferabschnitten.

Im Anschluss wurden die Waschrinnen eingesetzt. Auch dies bedeutete Arbeit. Um die Waschkanäle mit ausgesiebtem Sand zu befüllen, musste das Material erst einmal geschaufelt, gesiebt und vom Grabungsplatz hergebracht werden. Das funktionierte einwandfrei. Alle waren super fleißig bei der Sache. Abschließend ging es lediglich darum,  das Konzentrat mit der Pfanne reinzuwaschen. Dafür gab es eine goldige Belohnung: viel schöne Gold Goldstückchen.

Liebe Teilnehmer, viele herzlichen Dank! Das war wieder einmal ein Tag, wie ich ihn so sehr schätze. Super Leute, Sonne pur und eine erfolgreiche Goldsuche am Rhein. Danke!


Goldwaschen am Rhein auf Goldsucher.de 

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