Goldwaschen am Rhein 10.06.2018

Jeder Goldwaschtag ist ein einzigartiges Erlebnis

Die Wetterfrösche hatten für den heutigen Sonntag eine Regenwahrscheinlichkeit von 50 Prozent vorausgesagt. In Wirklichkeit fiel kein einziger Tropfen vom Himmel. 40 Prozent des angekündigten Wassers lieferte der Rhein selbst, gefühlte zehn Prozent trugen wir mit dem Schwitzen bei. Es war ein heißer, schwühler Sommertag mit Sonnenschein und blauem Himmel. Aber ohne Regenwolken.

Dagegen waren über Nacht in den Quellgebieten des Rheins sowie im Schwarzwald heftige Regenfälle niedergegangen und ließen den Wasserstand ein wenig ansteigen. Für uns Goldsucher bedeutete dies, dass ein Goldwaschen auf den Geröllbänken bei Neuenburg (dem heutigen Treffpunkt) nicht möglich war. Sie waren schlichtweg überflutet. Ein Glück, dass ein befreundeter Goldsucher, Hans aus Rastatt, bereits seit 6 Uhr in der Früh dem gelben Metall nachjagte und mich über den aktuellen Pegel informierte. Die Waschbank beim Rheinkilometer 179 liege über Wasser und sei heute ideal fürs Schürfen.

Darüber informierte ich meine heutigen Teilnehmer während der Begrüßung beim Neuenburger Rathaus. Wenig später fuhren wir eine Autobahnausfahrt weiter nach Süden. Beim Goldwaschplatz angekommen, hochten bereits zahlreiche andere Goldwäscher pfannenschwenkend am Ufer. Und mittendrin Hans. Er war seit Sonnenaufgang hier und wunderte sich über die immer größer werdende Schar herbeiströmender Schürfer.

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Meine heutige Gruppe war klein und übersichtlich, beinahe familiär. Dank der Größe des Goldwaschplatzes gab es für jeden genügend Platz. Niemand brauchte befürchten, ein anderer mochte ihm seinen Claim streitig machen. Die Kiesbank ist einfach zu riesig.

Gleich von Anfang an hatten wir eine ergiebige Grabungsstelle gefunden. Sie zwar unzählig viel Goldstaub, also allerkleinste Flitterchen, aber auch Plättchen mit einem Durchmesser von einem bis zwei Millimeter. Diese Fundstelle sollte bis zum Abend die ergiebigste des ganzen Tages bleiben.

Ein paar der Teilnehmer mochten das nicht so recht glauben. In der Annahme, so viel Gold läge überall herum, man müsste es quasi nur aufheben, begannen sie sogar an Stellen zu graben, wo angeschwemmter, leichter Sand die Erfolglosigkeit eigentlich deutlich signalisierte. Die wackeren, unerschütterlichen Optimisten wurden rasch belehrt und kehrten an die ursprüngliche Stelle zurück. Diese Einsicht sollte sich lohnen. Einige konnten eine große Anzahl an schönsten Goldstückchen mit nach Hause nehmen.

Recht kurz verlief auch heute wieder die Mittagspause mit integriertem Grillen. Die Würstchen und Steaks waren im Nu vertilgt. Kaum jemand wollte zu lange pausieren. Schließlich ging es heute um das schönste Edelmetall und zugleich um eines der kostbarsten. Jede Minute, in der keine Pfanne geschwenkt wird, ist offenbar eine verlorene.

Spaß hatten natürlich auch die Kinder. Wieder wurden kostbare Kieselsteine (Halbedelsteine) gefunden wie beispielsweise Bergkristallkiesel, ebenso lila- und gelblich schimmernde Quarze. Sogar ein Herzchenstein war dabei.

Ich denke, der Tag hat allen bestens gefallen und wird in guter Erinnerung bleiben. Das zeigen ja auch die Bilder auf dieser Seite. Übrigens, kein Goldwaschtag gleicht einem anderen. In diesem Sinne ist sogar für mich jedes Wochenende, an dem ich Interessierte in die Kunst des Goldwaschens einführen kann, ein Highlight, auf das ich mich riesig freue. Herzlichen Dank allen!


Goldwaschen am Rhein auf goldsucher.de

 

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