Goldwaschen am Rhein 10.09.2017

Goldiger Spätsommertag wie aus dem Bilderbuch

Es war ein Tag, wie er schöner kaum hätte sein können: Sonne pur, angenehm warme Temperaturen und schöne Goldfunde. Der Wasserstand war ebenfalls ganz nach meinem Geschmack: Er war weiter gefallen und bot deshalb den Zugang zu einer der beliebtesten Goldseifen – beim Rheinkilometer 179.

Von weit her waren die heutigen Teilnehmer angereist: Ein Paar kam aus Heidelberg, eine junge Familie aus Lauf in der nördlichen Ortenau. Von Bad Bellingen ging’s zunächst zum Waldparkplatz beim Isteiner Klotz und von dort ein Stück zu Fuß über den Rheindammweg direkt zum Goldwaschplatz. Dort erwartete uns bereits mein Rastatter Goldsucher-Freund Hans. Er war schon seit den frühen Morgenstunden dabei, dem Rhein das kostbare Edelmetall zu entreißen. Mit Erfolg!

Die Teilnehmer wurden rasch mit grundlegenden Informationen übers Goldwaschen vertraut gemacht, bevor es daran ging, die Goldwaschpfannen mit ausgesiebtem Sand zu füllen. Und siehe da, nach heftigem Rütteln und ein paar Schwenks blinkte das erste Goldflitterchen auf dem Pfannenboden auf. Dass das seltene Edelmetall so schnell zu finden ist, das mochte eine Teilnehmerin kaum glauben. „Grass!“

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Goldsucher Hans testet seine selbst gebaute Rinne. Sie ist für besonders feine Sande geeignet.

Aber auch in den nächsten Pfannen stellten sich kleine Goldstückchen ein. Wir hatten spontan die richtige Stelle ausgewählt. Das überraschte selbst mich. Denn das Hochwasser vor einer Woche hatte die komplette Geröllbank unter Wasser gesetzt und dabei die bisherigen Grabungsstellen eingeebnet. Offenbar war neues Gold hierher verfrachtet worden.

Ein Teilnehmer hatte anfangs noch ein wenig Pech. Aber die Ursache war rasch gefunden: Er war einfach zu hektisch, schleuderte das Sandgemisch viel zu heftig und unsortiert über den Pfannenrand hinaus. Nach weiteren Versuchen und mit etwas mehr Ruhe stellten sich die Goldfunde ein. Goldwaschen ist eine ruhige und keine hektische Tätigkeit.

Nach der Mittagspause wurden die Waschrinnen eingesetzt. Da heute nur wenige gekommen waren, übernahm ich das Graben und Aussieben des Materials alleine, so dass die Teilnehmer den gewonnenen Sand lediglich noch in die Rinnen streuen mussten. Das Reinwaschen des Konzentrats mit der Pfanne brachte jedem nochmals etliche weitere Goldflitterchen.

Schade, dass der Tag so schnell vorüber ging. Vielen Dank allen für diesen gemeinsamen und traumhaft schönen Tag am Ufer des Altrheins!

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