Goldwaschen am Rhein 12.08.2017

Überraschend viele Funde in den Waschrinnen

Was gibt es Schöneres, als einen ganzen Tag am wildromantischen Ufer des Altrheins im Markgräflerland zu verbringen und nebenbei eines der letzten Abenteuer unserer Zeit zu erleben: Gold suchen! Auch heute hatten sich wieder einzelne Teilnehmer, Familien und Freundesgruppen angemeldet, um das erste Mal in ihrem Leben eines der seltensten und schönsten Metalle zu schürfen. Dass sie allesamt fündig wurden, war klar.

Dabei hätten wir beinahe einen ganz anderen Platz aufgesucht. Bei meiner obligatorischen Kontrolle am frühen Morgen musste ich ein Ansteigen des Rheinpegels feststellen. Der für heute ausgesuchte Platz nördlich von Neuenburg hatte aufgrund der vorangegangenen Regentage einen noch vertretbaren Wasserstand, allerdings wollte ich kein Risiko eingehen. So schlug ich den Teilnehmern schon bei der Begrüßung beim Neuenburger Rathaus vor, einige Kilometer nach Süden auszuweichen. Die dortige Geröllbank läge selbst im Falle eines weiteren Ansteigens noch immer oberhalb der Wasserkante.

Die Teilnehmer waren einverstanden und sollten dafür auch belohnt werden.

Den kleinen Fußmarsch vom Waldparkplatz zum Waschplatz verkürzte ich, indem die Teilnehmer schon mal die wichtigsten Kenntnisse über ein erfolgversprechendes Goldwaschen erfuhren und weshalb sich das schwere Gold gegenüber den leichteren Sanden auf den Pfannenboden konzentriert. Die Kunst bestünde also lediglich darin, die leichten Sande über den Rand aus der Pfanne zu spülen.

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Am Platz angekommen, ging’s auch gleich schon daran, die Pfannen mit ausgesiebtem Material zu füllen. Und siehe da, schon sahen die Ergebnisse ganz anders aus. Die Goldflitterchen waren hier deutlich größer. Manchmal lagen sogar mehrere in einer Pfanne.

Es dauerte nicht lange, bis die ersten Goldwäscher ihre eigenen Funde machten, übrigens ohne meine weitere Mithilfe. Da war das Eis gebrochen! Selbst Gold zu finden, wann gibt es das sonst im Leben? Der Anblick der stark glänzenden Goldflitterchen ist unbeschreiblich.

Vom Goldfieber gepackt, verkürzten die meisten die für den frühen Nachmittag geplante Mittagspause. Schließlich hieß konnte man mit fast jeder Pfanne weiteres Gold ins Aufbewahrungsgläschen tupfen.

Erhöht wurde die Goldausbeute schließlich, als wir die Waschrinnen einsetzten. Denn in den Vertiefungen dieser Schleusen blieb ausschließlich das schwere Konzentrat, darunter auch Gold, liegen. Letztlich musste lediglich noch das Konzentrat mit der Pfanne reingewaschen werden. Die Belohnung waren zahllose Goldstückchen in einer einzigen Pfanne.

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Herzlichen Dank an alle Goldsucher! Ich kann nur sagen, es war ein super toller Tag. Und niemand dürfte die etwas weitere Anreise zum „Alternativ-Goldwaschplatz“ bereut haben. Im Gegenteil.

8 Kommentare

  1. Guten Abend Herr Andorf
    Auch von unserer Seite herzlichen Dank für diesen spannenden Tag am und im Rhein. Wir haben diesen Tag sehr genossen und erfreuen uns an den kleinen Andenken. Gut möglich, dass wir uns wieder mal treffen, ist ja nicht weit hinter der Grenze 😉

  2. Hallo Herr Andorf,
    möchte mich hiermit nochmals für den überaus lehrreichen, sonnigen, angenehmen und ergoldreichen Tag ganz herzlich bedanken.
    Sie machen das mit so einer seeligen Hingabe und das kommt sensationell rüber.

  3. Hallo Herr Andorf,
    vielen Dank nochmals für diesen schönen Tag am Rhein. Interessant vor allem Ihre Geschichten rund um das Thema Gold schürfen. Auch wir konnten einige kleine Goldflitter am Abend mit nach Hause nehmen.

    1. Liebe Familie Kless, vielen Dank für die schöne Beurteilung! Es freut mich sehr, dass Ihnen das Goldwaschen (und die Geschichten rund ums Thema Rheingold) gefallen hat. 🙂

  4. War ein sehr schöner und abenteuerlicher Tag! Und hat richtig viel spaß gemacht. Trotz erfolgreichem Fund muss ich morgen aber wieder arbeiten geh’n. Zum Aufhören hat’s leider nicht gereicht… 😉 LG jutta

    1. Liebe Jutta, ja, auch ich muss heute wieder „ganz normal“ arbeiten. Aber ich denke sehr gerne ans Wochenende mit den netten Leuten beim Goldwaschen zurück. Und ich freue mich auch schon riesig aufs kommende Wochenende. Hoffentlich habe ich dann wieder so tolle Leute dabei. Herzliche und goldige Grüße! 🙂

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