Goldwaschen am Rhein 13.08.2017

Echtes Rheingold als Krönung des Erlebnistages

Das Markgräflerland wird immer beliebter. Die Region in der südwestlichen Ecke Deutschlands wird durch den Rhein vom benachbarten Elsass und damit von Frankreich getrennt. Anders als man glauben möchte, fahren hier keine Schiffe. Denn dafür ist der Fluss zu flach. Sie nutzen den parallel verlaufenden Rheinseitenkanal auf der französischen Seite. So konnten sich an den Ufern des Altrheins herrliche Auewälder entwickelt. Das Flussufer wird von flachen Geröll- und Kiesbänken unterbrochen. Einige davon sind ein Eldorado für Goldsucher.

Ein wenig Wildwestromantik erlebten die Teilnehmer des Goldwaschkurses dieses Tages. Treffpunkt war der Eingang zur Balinea-Therme. Von dort brachen wir zum wenige Kilometer südlich entfernten Rheinufer auf. Beim Lagerplatz oberhalb der Geröllbank angekommen, eröffnete sich die einzigartige Rheinuferlandschaft. Nichts ließ mehr an die Hektik unserer Zivilisation erinnern.

Abschalten und den Alltag hinter sich lassen ist hier am Rheinufer ganz einfach. Krönen kann den Tag jeder, wenn man sich auf die Suche nach einem der schönsten und seltensten Edelmetalle macht. Denn zwischen den Steinen liegt im Sand ein einzigartiger Schatz verborgen: Rheingold!

 

Die Teilnehmer waren schon beim Treffpunkt Feuer und Flamme für das, was sie erwarten durften. Bereits in der ersten Pfanne lag ein kleines Goldstückchen. Rasch wechselten wir den Grabungsplatz, wo ich bereits am Vortag deutlich größere Funde gemacht hatte. Die Entscheidung wurde super schnell mit schönen Goldflitterchen belohnt. Nach meiner kurzen Vorführung gab es kein Halten mehr. Alle wollten nun selbst das erste eigene Goldstückchen in der Pfanne haben. So schnell es ging wurden die Pfannen aller Teilnehmer mit ausgesiebtem Sand gefüllt, danach ging ich zu jedem einzelnen, um ihnen nochmals die richtige Waschtechnik zu erklären. Und siehe da: Der Erfolg war goldig sichtbar! Auch das erste größere Gold, manche mit einem Durchmesser von bis zu zwei Millimeter, tauchten auf.

Was sagst Du zum Goldwaschen am Rhein? Auf Deine Meinung bin ich gespannt!

Aber weshalb kann man zwischen all den Steinen und Sanden die kleinen Goldstückchen bergen? Schließlich ist Gold eines der seltensten Metalle überhaupt. Der „Trick“ liegt eigentlich nur in der richtigen Waschtechnik. Zunächst musste das Sandgemisch kräftig gerüttelt werden. Dabei setzen sich die schweren Bestandteile auf den Pfannenboden ab, während die leichteren nach oben wandern. Diese müssen lediglich noch über den Rand zurück in den Fluss gespült werden.

Gold hat eine enorm hohe Dichte und ist fast 20 Mal schwerer als Wasser; die Steine und Sande sind deutlich leichter als Gold. Die Gravitation unserer Erde übt auf das Edelmetall eine starke Gravitation aus, was wir am Gewicht spüren. Es wird nach unten gezogen und bleibt auf dem Pfannenboden haften. Dieses einfache Prinzip verstanden die großen und kleinen Goldwäscher ziemlich rasch. Entsprechend viele Goldflitterchen konnten sie auch mit nach Hause nehmen.

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Beim Goldwaschen dabei war übrigens ein Berufsfotograf, der dieses Abenteuer nicht nur dokumentieren, sondern das Abenteuer selbst erleben wollte. Sein Sohn hatte sich mit Blick auf diesen Tag bereits intensiv theoretisches Wissen angeeignet. Seine umfassenden Kenntnisse ließen selbst mich staunen. Besucht wurden wir ebenso von einer jungen Lehrerin aus Pforzheim. Sie möchte mit ihrer Schulklasse einen Ausflug mit dem Goldwaschen verbinden. Schließlich feiert Pforzheim in diesem Jahr das 250-jährige Jubiläum seit Beginn als Schmuck- und Goldstadt.

Noch ein Wort zum Schluss dieses Berichtes: Danke an alle! Es war einfach super schön! Am liebsten hätte weiter gemacht. Wenn nur nicht der Abend so rasch nähergerückt wäre…

2 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Andorf,
    das Goldwaschen mit Ihnen gestern war für meine Familie ein echtes Erlebnis und eine Bereicherung. Sie sind toll. Machen Sie so weiter.
    Ihnen alles Gute.

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