Goldwaschen am Rhein 17.09.2017

Schwarzer Sand und goldige Flitterchen

Wer nach Gold suchen will, braucht vor allem eines: Geduld, Geduld und noch mal Geduld. Und das nötige Grundwissen sowie die Gabe, die Goldwaschpfanne richtig zu schwenken. Wird die Pfanne zu rasch geschüttelt, vermischt sich das edle Metall mit den leichteren Sanden und kann infolgedessen über den Rand fortgespült werden. Dann ist es verloren. Hektische Bewegungen sind also eher kontraproduktiv.

Gold ist extrem schwer, hat eine fast 20 Mal höhere Dichte als Wasser und folgt infolgedessen dem Gesetz der Schwerkraft: Beim Rütteln durchdringt es die Sande in der Pfanne und setzt sich auf dem Pfannenboden ab. Das ist eigentlich logisch, aber bei der Umsetzung hapert es dann ziemlich.

Diese Erfahrungen machten auch die Teilnehmer des heutigen Goldwaschkurses. Dabei hatte es doch so erfolgsversprechend begonnen!

In der ersten Testpfanne fanden sich gleich vier Goldflitterchen auf einmal. Kein Wunder, denn als erfahrener Goldsucher hatte ich automatisch die richtige Rütteltechnik angewandt. Als die Teilnehmer dann ihre erste eigene Pfanne von den leichten Sanden befreien sollten, kam die Überraschung: kein Gold! Nichts! Und der schwarze Sand (Magnetit), Indikator für das Vorhandensein von Gold, war auch nur in geringen Mengen da. Ganz offensichtlich wurde zu heftig geschwenkt in der Annahme, das seltene Metall werde ganz bestimmt und irgendwie am Pfannenboden haften bleiben.

Lust auf Goldwaschen am Rhein? Hinterlasse unten Deinen Kommentar!

Nach ein paar Wiederholungen und dem behutsameren Umgang mit der Pfanne stellte sich der Erfolg bei allen ein.  Immer wieder glänzten Goldflitterchen auf dem grünen Pfannenhintergrund.

Teilgenommen hatten heute Teilnehmer aus dem Raum Stuttgart sowie eine Familie aus Wieden im Südschwarzwald. Als Goldwaschplatz hatte ich diesmal die Geröllbank beim Rheinkilometer 179 ausgewählt. Dort waren noch einige andere Goldsucher fleißig bei der Arbeit: ein Verein vom Dinkelberg, Goldsucher aus Lörrach sowie die Goldsucherfreunde Hans und Damien aus Rastatt sowie Evelyn und Torsten aus Hamburg.

So viel schwarzer Sand (Magnetit) holte Damien aus seiner Goldwaschrinne. Dazu nutzte er zwei Magnete. Magnetit ist ein Begleitmineral des viel wertvolleren Goldes.

Insbesondere die beiden Rastatter zeigten eindrucksvoll, wie mit Geduld die größten Goldfunde gemacht werden können. Am Tagesende freute sich Damien über seinen „bisher größten Fund in diesem Jahr“. Den ganzen Tag lang hatte er zusammen mit seinem  Vater mit Engelsgeduld an einer vielversprechenden Stelle geschürft. Die Belohnung waren zahllose größere Goldflitterchen.

 

Schreiben Sie uns einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Passend zum Thema