Goldwaschen am Rhein 19.05.2018

Drei Millimeter großes Goldstück in der Pfanne

Großes Glück hatte heute eine Teilnehmerin meines Goldsucherkurses, die sich von Hans in dessen Geheimnisse einführen lassen wollte. Hans ist leidenschaftlicher Goldsucher, kommt fast jedes Wochenende eigens aus Rastatt hierher, um das gelbe Metall zu schürfen. Als ich am Vormittag meine Gruppe zur Geröllbank beim Rheinkilometer 179 führte, hatte ich auf dem Parkplatz bereits sein Auto entdeckt. Am Platz angekommen, war er bereits seit mehreren Stunden bei der Arbeit.

Kommen später andere Goldsucher hinzu, hat für ihn die Einsamkeit ein Ende. Seine Arbeit unterbricht er dabei selten. Gerne erklärt er Neugierigen seine Waschtechnik und zeigt ebenso gerne die bisherigen Funde. So war es auch bei der jungen Frau. Sie hatte sich für seine Arbeit interessiert, als Hans die in der Waschrinne gesammelten schweren Mineralien in eine Pfanne schwemmte und sie ums Reinwaschen bat. Und siehe da: Plötzlich blinkte ein etwa drei Millimeter großer Goldflitter auf dem Pfannenboden. Es war das größte Goldstück, das an diesem Tag gefunden wurde. Die Frau freute sich riesig, denn der Goldsucher hatte ihr zuvor versprochen, alles was sie in ihrer Pfanne fände, gehöre ihr.

Aber auch alle anderen Teilnehmer wurden an diesem Tag fündig. Zwar erwusch niemand mehr ein so großes Goldstück, doch das Ergebnis konnte sich dennoch sehen lassen. Meist hatten die Goldflitter einen Durchmesser von einem Millimeter oder darunter. Manche waren mit dem bloßen Auge gerade noch sichtbar. Das war Goldstaub.

Mit großer Begeisterung waren alle dabei, das sehr seltene Rheingold zu schürfen.

Doch bevor wir die richtige Waschtechnik einüben konnten, musste erst einmal ein wenig Theorie vermittelt werden. Gold ist bekanntlich sehr schwer, der übrige Sand dagegen sehr leicht. Im Grunde geht es darum, die leichten Sande von den schweren zu trennen und daraus das Gold zu extrahieren. Das hört sich logisch an, funktioniert (rein theoretisch) ziemlich einfach – allerdings erst nach einiger Übung. Das richtige Schwenken und Rütteln der Pfanne ist eine Kunst, die erst erlernt werden muss.

In einem unvorsichtigen Augenblick könnte sonst das Sandgemisch verwirbelt und das schwere Gold fortgespült werden. – Die Teilnehmer meisterten diesen schwierigen Teil der Goldsuche ziemlich schnell, so dass wir unmittelbar nach der obligatorischen Mittagspause sofort die Waschrinnen einsetzen konnten.

Treffpunkt für alle Teilnehmer war auch heute die Tourist-Information in Bad Bellingen. Von dort aus fuhren wir zum Waldparkplatz in der Nähe des Goldwaschplatzes. Unter Goldsuchern ist er aufgrund des reichen Goldvorkommens besonders beliebt.

Liebe Goldsucher, ganz, ganz vielen Dank für den heutigen Tag! Er war auch für mich ein tolles Erlebnis. Schade, dass die Zeit viel zu schnell vorüber ging.


Goldwaschen am Rhein beim Goldsucher

5 Kommentare

  1. Hallo Herr Andorf
    vielen Dank für den tollen Tag. Meine Kinder haben auf der Rückfahrt gleich Pläne geschmiedet, wie sie das viele Gold in großem Stil aus dem Rhein holen werden.
    Das Fläschchen mit dem gefundenen Gold ist seither ständiger Begeliter und wird stolz herumgezeigt.
    Gruss von den „Schliengenern“ 🙂

    1. Hallo Stefan Lukas, wenn die Kinder auf große Goldsuche gehen und das ganze Gold aus dem Rhein holen, dann unbedingt mir Bescheid geben. Ich will auch meinen Anteil daran haben. ;-)) Goldige Grüße ins ebenso goldige Markgräflerland!

  2. Hallo Herr Andorf!
    Mein Mann und ich waren dabei. Es war ein sehr interessanter Tag und was ganz neues für uns. Hat uns sehr viel Spaß gemacht. Über unseren Fund haben wir uns sehr gefreut. Tolle Leute kennengelernt und einen schönen Tag gehabt. Vielen Dank dafür!
    Lg Allyn und Christian

    1. Liebe Allyn, lieber Christian, danke! Es hat mich gefreut, Euch kennenlernen zu dürfen. Auch für mich war es ein sehr schöner, eindrucksvoller Tag mit super netten Leuten. Franz der Goldsucher

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