Goldwaschen am Rhein 19.08.2017

Glücksbringer im Rheinsand

Immer mal wieder haben Goldsucher die seltsamsten Beifunde in der Pfanne. Manchmal sind es verloren gegangene Münzen – manche sogar aus vergangenen Epochen -, ein andermal Schmuck. Heute fand ein Teilnehmer einen echten Glücksbringer: ein Hufeisen. Das gute Stück kann, wie eine anwesende Reiterin bestätigte, nicht aus der heutigen Zeit stammen, denn Form und Verarbeitung deuteten auf ein uraltes Hufeisen hin.

Glück brachte es uns allen. Das Wetter war bestens, bescherte angenehme, spätsommerliche Temperaturen und – natürlich! – fanden alle Teilnehmer dieses Goldwaschtages echtes Rheingold. Meist waren die Flitterchen gerade mal einen Millimeter groß, selten größer, die meisten deutlich darunter.

Dass wir den Goldwaschplatz einige Fahrminuten südlich von Neuenburg aufsuchten, ist den heftigen Regenfällen des Vorabends zu verdanken.

Noch am Freitag begutachtete ich den eigentlich für diesen Tag vorgesehenen Schürfplatz, aber als ich am Samstagfrüh erneut am Ufer stand, war der Wasserspiegel gestiegen. So entschied ich mich für den Ausweichplatz beim Rheinkilometer 179. Diese Geröllbank lag noch deutlich über der Wasserkante.

Die Entscheidung war goldrichtig. Dort angekommen, bezogen wir sofort unseren Lagerplatz, schnappten die Schaufeln, Pfannen und Siebe – und legten los.

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Bereits in der ersten Pfanne glänzte das erste Goldstückchen. Das konnte nur ein gutes Zeichen sein, meinte eine Teilnehmerin. Allerdings, erklärte ich, „liegt hier überall Rheingold herum“, es gelte lediglich, die richtige Waschtechnik anzuwenden.

Und darum ging es ja im Goldwaschkurs. Bis zur Mittagszeit hatten alle selbst gefundenes Goldstückchen in den Aufbewahrungsgläschen.

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Ein Teilnehmer war mit dem Wohnmobil gekommen und wollte nach Frankreich und Spanien weiter reisen. In diesem Goldwaschkurs wollte er sich lediglich noch das nötige Rüstzeug aneignen, um an den folgenden Tagen erfolgreich das gelbe Metall zu schürfen. Die richtigen Goldwaschplätze vorausgesetzt, müsste sein Wunsch in Erfüllung gehen.

Begeistert haben mich heute nicht nur die schönen Goldfunde (ein Goldsucher aus Rastatt fand ein ca. 4 mm großes Goldflitterchen), sondern auch die Teilnehmer selbst. Die Freude bei der Suche nach einem der seltensten Edelmetalle hielt bis in die Abendstunden an. Am liebsten hätten einige noch lange, lange weiter geschürft. Wenn nur nicht die untergehende Sonne den nahenden Abend angekündigt hätte… Herzlichen Dank an alle!

Nachsatz: Der Goldsucher, der mit seiner Tochter nach Frankreich und weiter nach Spanien reisen wollte, hat sich am Montagabend aus Südfrankreich gemeldet. Am Gardon wurde er trotz mehrerer Versuche nicht fündig. Nach der erfolglosen Suche wünschte sich seine Tochter, wieder zurück an den Rhein zu fahren, um dort Gold zu schürfen. 

 

5 Kommentare

  1. Hallo Herr Andorf,
    vielen Dank für den schönen Goldschürftag! Es hat riesigen Spaß gemacht und war zudem sehr informativ und unterhaltsam. Das gefundene Gold bekommt einen Ehrenplatz in unserem Erinnerungsglas, worin auch das Hufeisen schon Platz genommen hat. Einen Goldwaschtag können wir jedem nur empfehlen!
    Viele Grüße von den Schwaben

  2. Hallo Herr Andorf
    Das war wirklich ein rundum gelungener Tag. Das Goldwaschen war klasse und hat Spaß gemacht. Leider sind es halt nicht die erhofften 4 Kilo geworden 😉
    Toll waren auch die ganzen Hintergrundinfos, die sie wussten… Und auch danke für die eingestellten Bilder.
    Liebe Grüße aus dem Nordschwarzwald
    Claudia Sommer

  3. Hallo Herr Andorf, vielen Dank für diesen schönen Tag mit Ihnen beim Goldwaschen am Rhein. Es hat uns riesig Spaß gemacht und auch Hund Tino hatte seine Freude im und am Wasser. Es war eine sehr schöne und interessante Erfahrung, echtes Rheingold zu finden und sich einen Tag lang zu fühlen wie die Goldsucher zur Zeit des Goldrausches in Amerika. Vielen Dank auch für die interessanten Informationen rund ums Goldsuchen, zum Beispiel: Wie und wo entsteht Gold… Wer war der Kaiser von Kalifornien… Unseren Sohn hat das Goldwaschfieber jetzt endgültig erwischt und wir werden bestimmt wieder kommen. Auch wir freuen uns schon sehr auf die Fotos und bedanken uns ganz herzlich für diesen tollen Service. Liebe Grüße von der Schwäbischen Alb.

  4. Sehr geehrter Herr Andorf, das Goldsuchen war für mich sehr interessant. Für meine zwei Fellbacher Enkelinnen war es aber ein riesen Highlight. Sie waren ganz begeistert von dem ereignisreichen Tag am Rhein. Nun sind wir noch gespannt auf Ihre Bilder, die natürlich ins Fotoalbum der Enkelinnen kommen. Vielen Dank für diesen tollen Service im Voraus. Mit freundlichen Grüßen!

    1. Lieber Herr Bock, herzlichen Dank für Ihre Nachricht! Ganz besonders freut es mich, dass das Goldwaschen für Ihre Enkelinnen „ein riesen Highlight“ war. Gerne schicke ich Ihnen die Bilder. Sie sind bereits auf dem Postweg zu Ihnen unterwegs… Goldige Grüße ins schöne Freiburg! 🙂

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