Goldwaschen am Rhein 21.04.2018

Heißer Sommertag und das im April

Vor zwei Wochen sah es am Rheinufer noch ziemlich kahl aus. Die letzten Spuren des Winters waren sichtbar; die Bäume trugen erste Knospen und das Gras zeigte sich zaghaft. Nun war alles anders: Binner weniger Tage hatte der Rheinwald sein grünes Kleid angelegt. Für heute waren makelloser blauer Himmel sowie hochsommerliche Temperaturen angekündigt. Das konnte nur ein super schöner Goldwaschtag werden!

So sollte es geschehen. Daran trugen allerdings die Teilnehmer des heutigen Goldwaschtages im hohen Maße selbst bei. Bereits bei der Begrüßung bei der Tourist-Info in Bad Bellingen waren alle voller Erwartungen und hofften, wenigstens ein winziges Goldstückchen mit nach Hause nehmen zu können. Schon viel hatten sie vom Goldwaschen gehört und gelesen, heute sollten sie sich selbst unter die Goldsucher begeben. Ich versprach allen: Jeder werde Gold finden. Garantiert!

Für die rund 20 großen und kleinen Goldwäscher hatte ich die große Geröllbank beim Rheinkilometer 179 ausgewählt. Erfahrungsgemäß sind dort an schönen Sonnentagen auch andere Goldsucher fleißig bei der Arbeit.

Und tatsächlich, schon auf dem Parkplatz erkannte ich das Auto von Goldsucher Hans aus Rastatt. Der leidenschaftliche Schürfer ist meist schon in den frühen Morgenstunden vor Ort.

Am Waschplatz angekommen gab ich den Teilnehmern zunächst ein paar wenige Grundkenntnisse, verteilte die Gläschen für das selbst gefundene Rheingold und ging sofort ans Werk. Und das hieß: schaufeln, sieben und die Pfanne kräftig rütteln und schwenken. Wenig später glänzten auf dem Pfannenboden die ersten Goldflitter. Der Waschvorgang geht ziemlich schnell, sofern man die Technik beherrscht.

Rasch übten die Teilnehmer das richtige Rütteln und Schwenken ein – und hatten auch schon die ersten Erfolge: kleine Goldflitterchen mit einem Durchmesser von meist unter einem Millimeter. Gelegentlich tauchten größere Stückchen bis zu zwei Millimeter auf.

Da sich die Funde so schnell einstellten, überlegten einige, wie viel Gold man hier wohl an einem ganzen Tag erwaschen könnte. Ein, zwei, drei Gramm? Auf keinen Fall nur mit der Pfanne, dazu müssten wir schon große Rinnen einsetzen und davon seit den frühen Morgenstunden bis zum Sonnenuntergang. Goldsucher nutzen die Pfanne, weil sie aus der Waschrinne das Schwermineralienkonzentrat reinwaschen oder weil sie eine Grabungsstelle testen.

Ein Teilnehmer stellte die Frage, weshalb wir dann nicht gleich die Waschrinnen einsetzen? Ganz einfach: Weil die Handhabung der Pfanne der schwierigste Arbeitsschritt ist. – Später setzten wir auch tatsächlich noch die Rinnen ein und erhöhten damit die Anzahl an Goldflitterchen.

Für mich und für die Teilnehmer war der Samstag ein im wahrsten Wortsinn goldiger Tag. Danke an alle Teilnehmer! Es war einfach toll!


Goldwaschen am Rhein auf goldsucher.de

4 Kommentare

  1. Es war einfach nur toll, hat viel Spaß gemacht, nette Teilnehmer, super Gastgeber, viel gelernt und klasse auch das Würstchen grillen.
    Vielen Dank. Wir kommen gerne noch einmal.

  2. Durch Zufall hatte ich im Internet gelesen, dass ein Goldwaschtag angeboten wird. Vor Wochen habe ich mich dann angemeldet und bis zum 21.04.2018 ist kein Tag vergangen, an dem ich mir keine Gedanken gemacht habe, wie dieser Tag wohl werden wird.
    Herr Andorf begrüßte alle Teilnehmer herzlich am Treffpunkt und dann ging es auch gleich los zum Zielort. Nach einer kurzen Autofahrt und ca. 600 m Wanderung waren wir auch schon da. Ein wirklich schöner Platz am Rheinufer lud die ganze Gruppe, bei schönstem Wetter, ein, den Goldwaschtag zu beginnen. Nach einer kurzen, aber dennoch fachkundigen, Einleitung in das Goldwaschen durch Herrn Andorf, der seine Sache wirklich sehr gut gemacht hat, legten wir auch schon los. Alle in der Gruppe, ob groß oder klein, waren begeistert bei der Sache und haben ihr Bestes gegeben. Der Lohn war für jeden, ein kleines Stück Rheingold mit nach Hause zu nehmen.

    Für mich war es ein sehr aufschlussreicher Tag, ich werde wohl dem Goldwaschen verfallen. Die Gruppe war sehr angenehm und ich danke hier allen Teilnehmern für diesen schönen Tag.

    Besonders grüßen möchte ich Herrn Andorf, den Goldwäscher Hans und den David aus der Schweiz und seine Familie.

    Uwe aus Baden

  3. Goldwaschen im April. Da kann von Schnee, über Regen bis zu Sonnenschein alles drin sein. Um so glücklicher waren wir über einen Hochsommertag mit Sonnenschein pur. Nach der Einführung waren alle bereits sehr ungeduldig selbst mit der Goldwaschpfanne im Wasser zu hantieren. Mit Graben, Waschen und Selektieren der Goldflitter verging die Zeit wie im Flug. Die Mittagsrast mit Lagerfeuer, Grillwürsten und erfrischenden Getränken war sehr erholsam, zumal man noch viel Neues über die Geschichte des Goldwaschens am Rhein erfuhr. Am Nachmittag wurden dann noch drei Rinnen eingesetzt und schnell war es 17:00 Uhr. Ein toller und interessanter Goldwaschtag am wunderschönen Altrhein war viel zu schnell zu Ende.

    Mit dem Goldwaschfieber infiziert traten sehr zufrieden unsere Heimreise an.
    Fazit: Ein Goldwaschkurs am Rhein ist wirklich ein Erlebnis!

  4. Vielen Dank für einen tollen und erlebnisreichen Tag. Das kühle Rheinwasser hat der Hitze getrotzt und für angenehme „Arbeitsbedingungen“ gesorgt. Wir haben viel über Goldvorkommen und Gestein gelernt.

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