Goldwaschen am Rhein 21.10.2017

Sechs Goldstückchen in der ersten Pfanne

Überschaubar und fröhlich waren die heutigen Teilnehmer des Goldwaschkurses am Rhein. Und Glück hatten wir auch in mehrerlei Hinsicht. Zum einen hatten wir entgegen des Wetterberichtes den ganzen Tag über angenehm warme Temperaturen, andererseits fanden sich bereits in der allerersten Pfanne sechs Goldflitterchen auf einmal. Sie wurden gleichermaßen an die drei Damen der Goldwäscher verteilt.

Eigentlich sollte heute eine Goldwaschbank bei Neuenburg aufgesucht werden. Niedriger Wasserstand hätte uns jedoch etliche Probleme beim Auswaschen des goldhaltigen Sandes bereitet.

So schlug ich den Teilnehmern vor, eine Autobahnausfahrt weiter nach Süden zu fahren und den historischen Goldwaschplatz beim Rheinkilomeeter 179 aufzusuchen. Hier müssten jetzt ideale Bedingungen herrschen.

So war es auch. Die dortige Goldseife lag zwar in weiten Teilen über Wasser, aber das obere Ende lag genau auf der Goldlinie. Auf der Goldlinie werden die meisten Goldfunde gemacht.

Bei höherem Wasserstand und entsprechend reißender Strömung wechselt die Hauptströmung vom gegenwärtigen Verlauf hierher. Das Wasser ist derart reißend, dass sich leichte Sande nicht halten und die schweren Sande eher liegen bleiben.

Eindrucksvoll konnten wir dies dank mehrerer Baumstämme und große Äste feststellen, die einige Tage zuvor während eines kurzen Hochwassers auf der Goldlinie abgelegt wurden. Baumstämme halten sich im Fluss meist in der Hauptströmung.

Dieses Indiz nutzten wir, um die besten Goldplätze zu finden. Und tatsächlich, auch heute wurden wieder schöne Goldflitterchen gefunden.

Gefällt Dir das Goldwaschen am Rhein? Sehr würde ich mich über Deinen Kommentar freuen.

Teilnehmer, die bereits an der Eder nach dem seltenen Metall geschürft hatten, waren über die Größe der Rheingoldflitter erstaunt. Während in der Eder fast ausschließlich Goldstaub gewaschen wird, finden wir hier bei uns am Rhein ebenso ein bis zwei Millimeter große Goldstückchen. In Ausnahmefällen können die Plättchen einen Durchmesser von fast fünf Millimeter erreichen. Solche Funde machten wir zwar heute nicht, aber wer weiß, vielleicht wird schon bald wieder ein solch großes Stückchen gefunden.

 

3 Kommentare

  1. Hallo Franz, liebe Grüße aus Neustadt. Der Tag bei Dir am Rhein war sehr schön. Und wir haben wieder etwas gelernt. Deine Fotos sind toll,wir haben vom fotografieren gar nix bemerkt .Jedenfalls werden wir ab und zu mal vorbeischauen. Leider ist die Anfahrt doch recht lang.
    Mach weiter so.
    Liebe Grüße Daniela und Helmut

  2. Hallo Franz-Josef, vielen Dank für den tollen Tag am Rhein, tolle Geschichten und der grossartigen Betreuung. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, bei optimalem Wetter und einer netten Gruppe wurden alle fündig. Die Zeit verging viel zu schell… . Schöne Grüße aus dem Schwabenland, Frank und Ulrike

  3. Es war ein richtig schöner Tag 🙂 Herzlichen Dank nochmal für die vielen interessanten Informationen zum Thema Gold, die unermüdliche Schaufel-Arbeit und die Hilfe beim Erkennen der Goldstaub-Stückchen. Werde die Aktion unbedingt weiter empfehlen.
    Herzliche Grüße aus Bannholz

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