Goldwaschen am Rhein 22.07.2017

Goldwaschen bei schönstem Sonnenschein

Mit einem so schönen Tag hatte wohl niemand von uns gerechnet. Der Wetterbericht hatte für den frühen Nachmittag teils heftige Regenfälle angekündigt, doch bei uns herrschte bis zum Schluss schönster Sonnenschein. Es war ein Goldwaschtag wie aus dem Bilderbuch. Und zum Schluss konnte auch jeder selbst gefundenes Rheingold mit nach Hause nehmen.

Sicherheitshalber hatte ich einen Goldwaschplatz nördlich von Neuenburg ausgesucht, von wo wir notfalls – falls die Regenschauer tatsächlich gekommen wären – rasch bei den Autos gewesen wären. Der Parkplatz liegt direkt oberhalb der Schürfstellen.

Obligatorisch führte ich die Goldsucherschar in die Grundlagen einer erfolgreichen Goldwäsche ein. Im Kern ging es darum, zu erkären, was sich beim Rütten und Schütteln in der Pfanne abspielt.

Die Kunst liegt eigentlich nur darin, die schweren Sande auf den Pfannenboden zu bewegen, während die leichteren Sande über den Pfannenrand fortgespült werden. Das hört sich ziemlich ein, aber bei der Umsetzung hapert es hin und wieder. Entweder sind die Bewegungen zu hektisch oder aber beim Pfannenschwenken wurde der komplette Inhalt immer wieder neu vermischt. Bei manchem gelang es sehr früh, andere hatten anfangs noch ein wenig Probleme.

Aber letztlich klappte es bei allen bestens. Schließlich hatte ich auch für diesen Tag meine Losung ausgegeben: „Niemand geht mir ohne selbst gefundenes Gold nach Hause!“ Das Versprechen konnte auch heute wieder eingehalten werden.

Die Teilnehmer hatten sich von vornherein auf einen schönen, stressfreien Tag eingerichtet; eine Familie brachte sogar kleine Biertische und Bänke mit, damit sie gemütlich die Mittagspause verbringen konnten. Andere hatten Campingstühle oder Decken dabei. Jedenfalls wurde das „Goldgräbergrillen“ bestens genossen.

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Am Nachmittag wechselte ich die Grabungsstelle. Einige Meter oberhalb unseres Schürfplatzes hatten andere Goldsucher im Fluss große Gräben ausgehoben. Wer so tief gräbt, muss prächtig fündig geworden sein. Da musste noch mehr Gold liegen! Und tatsächlich, hier fanden wir weitaus mehr Goldflitterchen als am alten Platz. Dafür allerdings reichte die Wassertiefe bis über die Knie. Manche nutzten die Gelegenheit, um sich gleich ganz ins Wasser zu setzen und sich so wohltuende Abkühlung zu gönnen.

Ganz nebenbei: Das Gewitter sollte noch kommen. Nur eine Stunde nach Kursende – ich hatte gerade den Platz aufgeräumt und das Werkzeug wieder im Auto verstaut – näherte sich eine dunkle Wolkenwand, gefolgt von ersten Regentropfen, die plötzlich in einen Hagel übergingen. Zuvor war die Wolkenwand östlich von uns am Schwarzwaldrand hängen geblieben.

Herzlichen Dank an alle! Es war auch für mich ein wunderschöner Goldwaschtag – mit netten Leuten.

2 Kommentare

  1. Danke für diesen wirklich schönen Tag ! Es hat jeden von uns Binzener gefallen und alle steckten noch im Goldfieber.
    Besonders hat den Kindern (und uns) die sehr abenteuerlichen und schönen Erzählungen, Ausführungen sowie Geschichten rund um das Gold gefallen.
    Es wäre toll wenn Sie uns die Bilder zu Verfügung stellen könnten.

    1. Hallo Christina, Tim & Mike, aber sehr gerne schicke ich die Bilder des Tages. Danke für die lieben Zeilen. Ich freue mich sehr darüber!

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