Goldwaschen am Rhein 23.09.2017

Wasserstand fiel auf ein Rekordtief

Freunde hatten mich bereits informiert. Am frühen Morgen machte ich mir dann selbst ein Bild. Der für heute vorgesehene Goldwaschplatz war komplett trocken. Der Rhein zeigte einen derart niedrigen Wasserstand wie schon lange nicht mehr. Kein Zweifel, wenn wir hier nördlich von Neuenburg nach Gold schürfen wollten, dann mussten wir jeweils von der Grabungsstelle ein ganz schönes Stück zur Wasserkante laufen.

Das wollte ich den heutigen Teilnehmern nicht zumuten. Andererseits wäre der niedrige Pegel ideal für einen Goldwaschplatz am Rheinkilometer 179 südlich von Neuenburg. Bei der Begrüßung der heutigen Goldwaschteilnehmer schlug ich den Ortswechsel vor – und erhielt auch prompt Zustimmung.

Wenig später waren wir auf der Geröllbank. Zwei befreundete Goldsucher, Damien und Hans aus Rastatt, waren bereits seit den frühen Morgenstunden fleißig dabei und hatten bereits ordentliche Funde gemacht. Ein befreundetes Goldwäscherpaar aus dem Norddeutschen schloss sich uns an.

Rasch vermittelte ich den heutigen Teilnehmer aus der Pfalz, aus Bayern und dem Markgräflerland das nötigste Grundwissen und füllten sofort die erste Goldwaschpfanne mit ausgesiebtem Rheinsand. Siehe da, die ersten Goldflitterchen blinkten im Sonnenlicht. Wir hatten eine gute Schürfstelle gefunden. Nun ging es darum, alle Pfannen zu füllen und die richtigen Schwenkbewegungen einzuüben. Das sieht leichter aus, als getan.

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Diese Feststellung mussten fast alle machen. Aber nach einer Weile klappte es immer bessern: Zunächst wurde die Pfanne waagrecht gehalten und fest gerüttelt, damit das Sand-Lehm-Gemisch nicht mehr am Pfannenrand haftete, um gleich darauf den Lehm und später die leichten Sande über den Pfannenrand fortzuspülen, bis bald nur noch ein klein wenig übrig blieb. Dabei wurde die Pfanne in eine leichte Schrägstellung gebracht. Nun war der schwarze Sand, Magnetit, deutlich sichtbar. Mit etwas Glück war ein Goldflitterchen darunter, manchmal auch mehrere.

Nach der Mittagspause, in der ich ein wenig über die Herkunft des Rheingoldes berichtete, wurden die Goldwaschrinnen eingesetzt. Hier beim Rheinkilometer 179 herrschten hierfür die idealen Strömungsbedingungen. Abschließend wurde das in den Rinnen verbliebene Konzentrat mit den Pfannen reingewaschen. Die zahlreichen Goldflitterchen wurden auf die Goldsucher verteilt.

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An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle. Der Tag ging wieder einmal viel zu schnell vorüber.

2 Kommentare

  1. Liebe Romy, lieber Thomas, das ist ein sehr schönes Lob für meine Goldwaschkurse. Ich hatte es Euch ja eingangs zugesichert: Jeder wird Gold finden, garantiert. Und es freut mich, dass Ihr so sehr gefallen an diesem Erlebnis habt. Herzliche Grüße ins schöne Niederbayern!

  2. Hallo Franz,

    uns hat dieser Tag trotz Standortwechsel sehr gut gefallen. Auch wenn wir am Anfang etwas skeptisch waren, überhaupt Goldflitter bzw. nur Spuren davon zu finden. Doch wir wurden vom Gegenteil überzeugt. Mit der erlernten Waschtechnik ging danach alles wie „geschmiert“. Natürlich hat auch das Wetter dazu beigetragen, es war strahlender Sonnenschein, aber unser Strahlen beim Auffinden der Goldflitter war trotzdem noch überragender. Wir können dieses Erlebnis nur weiter empfehlen. Natürlich hast erst DU dazu beigetragen, dass der Tag unvergessen bleibt, dein Wissen, deine Erzählungen…. wir werden noch lang davon reden. Vielen herzlichen Dank- und vielleicht bis demnächst 😉
    Dir weiterhin alles Gute.
    Viele liebe Grüße von den Niederbayern Romy & Thomas

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