Goldwaschen am Rhein 24.02.2018

Ein Dutzend Goldstückchen in der ersten Pfanne

Das letzte Hochwasser hat ganze Arbeit geleistet. Auf den Goldwaschplätzen sind kaum noch die Spuren des vorangegangenen Schürfens zu sehen und die Grasmatten an den Ufern sind mit einer neuen, mächtigen Sandschicht überlagert. Voller Spannung hatte ich auf diesen Goldwaschtag gewartet: Hatte sich neues Rheingold angelagert? Und wie hatte sich das Geschiebe verändert?

Ein einziger Teilnehmer war zum heutigen Golddwaschkurs gekommen; alle anderen waren erkältet oder lagen mit einer Grippe im Bett. Tim, so der Name des Villingers, hatte sich schon lange auf den Tag gefreut und das, obwohl die Temperaturen knapp um den Gefrierpunkt waren. Doch es sollte sich lohnen.

Schon in der ersten Pfanne tupfte er zwölf Goldflitterchen aus der Pfanne. Tim war überrascht und erzählte, dass er bereits im österreichischen Rauris nach Gold geschürft hatte, aber kaum etwas fand. Und nun dieses Ergebnis in der ersten Pfanne! Sicherlich hatte er in Österreich nicht die richtige Waschtechnik angewandt, aber auch viele Geheimnisse, woran man eine Goldseife erkennt, wollte er im Goldwaschkurs in Erfahrung bringen. Kein Problem. Während des Tages, in dessen Verlauf die Sonne auch noch die letzten Nebelwolken vertrieb und einen herrlich blauen Winterhimmel offenbarte, sollte er seine Waschtechnik ebenso vervollkommnen wie den Fluss „lesen“ lernen. Gold liegt nämlich nicht einfach nur im Geröll gleichmäßig verteilt, sondern reichert sich bei Hochwasser und entsprechender Strömung an. Und das lässt sich selbst bei Niedrigwasser bestens erkennen.

Während des Tages besuchte uns noch ein Goldsucher aus der näheren Umgebung. Er führte uns seine selbst gebaute, neue Waschrinne vor. Obwohl er zahlreiche Goldstückchen barg, waren ihm die Funde zu wenig, wie er sagte. Tim und ich staunten. Wir waren mit unserem Ergebnis bestens zufrieden. Während des Tages hatten wir nur eine einzige Pfanne, in der sich kein Goldflitterchen fand. In allen anderen waren jeweils mehrere zu finden.

Ein herzliches Dankeschön für den schönen und goldigen Tag!


Goldwaschen am Rhein auf goldsucher.de

2 Kommentare

  1. Vor einiger Zeit hatten wir einen Kunden der ein paar kleine Goldnuggets verkauft hatte. Er hat uns erzählt die hätte er am Rhein geschürt. Wir konnten das erst gar nicht glauben. Es war zwar nicht viel, aber trotzdem Goldwaschen in Deutschland? Jetzt haben wir grade mal nachgeschaut und sind auf Ihre Seite gestoßen. Naja wir werden uns in Zukunft nicht wundern wenn wir wieder einen Goldschürfer als Kunden begrüßen dürfen 🙂

    Liebe Grüße aus Hamburg
    Trauschmuck Sperling

  2. Bei meinem nächsten Besuch am alten Rhein werde ich etwas vom Schwerekonzentrat mit nach Hause nehmen, um es mit Vergrösserug anschauen zu können. Hatte das im Januar schlicht vergessen. Gehört für mich auch zum Goldwaschen….Orografisch weiter oben (z.B. Napfgebiet) kann es recht viel Granat drin haben (wohl die Varietät Almandin) allerdings idR stark abgerollt und um 1 mm gross. Auf eine Million kleine müsste man doch mal einen grösseren finden…

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