Goldwaschen am Rhein 24.06.2018

So viele Goldexperten auf einem Fleck

Schade, dass auch dieser Tag so rasch vorüber ging. Nach jedem Goldwaschtag bedaure ich, wie rasent schnell die Zeit vergeht. „Das war wieder mal schön!“ freute sich auch Hans. Hans ist Goldsucher und kommt fast jedes Wochenende extra aus Rastatt hierher ans Ufer angereist, immer auf der Suche nach dem gelben Metall.

Oft gehen wir hinterher gemeinsam in eine Gartenwirtschaft, genießen noch einen Cappuccino oder ein kaltes Erfrischungsgetränk und treten erst danach die Heimreise an.

„Die Leute waren fantastisch!“ pflichtete ich ihm bei. Die Leute, das war ein Mix aus Badenern, Schwaben, sogar aus Kaiserslautern und anderen Gegenden, die sich für diesen Goldwaschtag angemeldet hatten. Kurioserweise war diesmal eine besonders große Anzahl von Geldexperten dabei – allesamt Mitarbeiter von Sparkassen.

Eigentlich kenne ich Banker zwar höflich, aber auch zurückhaltend. Aber wenn es ums Goldwaschen geht, können sie ziemlich fröhlich sein. Und sie können anpacken! Das kann ich seit diesem Tag aus eigener Erfahrung bestätigen. (Dasselbe gilt natürlich ebenso für alle übrigen Teilnehmer.)

Ursprünglich wollte ich vom Treffpunkt Neuenburg ein paar Kilometer nördlich fahren. Doch der erhöhte Wasserstand machte meinem Plan einen Strich durch die Rechnung: Die vorgesehene Goldwaschbank war komplett geflutet. So entschied ich mich für eine höher gelegene Geröllbank südlich der Zähringerstadt. Zuvor hatte mich Hans bereits von dort aus informiert. Hans war bereits seit 7 Uhr in der Früh am Rheinufer.

Als ich mit meiner Gruppe eintraf, hockten noch etliche andere Goldschürfer am Rhein, buddelten, siebten und schwenkten die Pfannen. Pausenlos. Natürlich hatten sie längst die ersten Funde eingeheimst. Sofort und nach einer Einweisung machten auch wir uns ans Werk. Und das hieß zunächst, alle Pfannen mit ausgesiebtem Sand zu füllen. Kaum waren die letzten gefüllt, kamen bereits die ersten wieder zurück an die Grabungsstelle. „Da war nichts drin!“

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Die Ursache war rasch gefunden: Sie hatten nicht die Pfannen geschwenkt, sondern den gesamten Inhalt in Windeseile fortgeschleudert. Das Gold flutschte dabei ebenso fort. „Langsam schwenken, ganz langsam!“ versuchte ich zu beruhigen. Goldsuche ist eine ruhige, gemächliche Arbeit. „Nur kein Stress!“ Meine Worte fruchteten rasch, denn von nun an stellten sich immer mehr Goldfunde ein. „Also, es geht doch!“

Ab jetzt ging’s ziemlich rasch. Ich weiß nicht, wie viele Pfannen ausgewaschen wurden. Es waren irrsinnig viele. Und im Nu war die Mittagszwangspause da. Natürlich waren alle hungrig wie die Bären. Das riesige Angebot an Würstchen, Steaks und Stockbrot ließ keinen Zweifel daran, dass zuvor ziemlich viele Kalorien verbrannt waren.

Anschließend wurden die Waschrinnen in die Strömung eingesetzt. Was mich besonders erstaunte: Die Banker kannten (fast) keine Erschöpfung. Besonders die Männer buddelten, was die Schaufeln hergaben. Entsprechend goldig war hinterher das Ergebnis. Sicherheitshalber half ich bei allen Waschrinnen mit, das Konzentrat  reinzuwaschen. Die Flitterchen wurden auf die jeweiligen Teams aufgeteilt.

Was soll ich noch sagen: Im Nu war der Tag vorüber. Die Sonne sank immer tiefer, und der Goldwaschtag ging dem Abend entgegen. Schade. Es war so schön. Nicht versäumen möchte ich, mich bei meinem Kollegen Hans zu bedanken: Er hat vielen meiner Teilnehmer mit wertvollen Tipps geholfen, fündig zu werden. Und hin und wieder steckte er ihnen sogar ein Goldstückchen zu. Danke!


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4 Kommentare

  1. Man merkte, wer mit Geld zu tun hat, weiß dafür zu kämpfen. Das Sparkassenteam hat alles gegeben. Da war Goldrausch zu spüren! Oder schlichtweg Teamgeist. Auf jeden Fall eine lustige Truppe.
    Meine „tangible assets“ (im Sparkassenjargon) aus dem Fluss waren da schon bescheidener, dafür mein angehäufter Erfahrungsschatz umso größer. Super Tag.

    1. Das kann ich nur bestätigen: Das Sparkassenteam ist ein echtes Team! Mir hat es mit Euch super gefallen. Danke Euch allen für den schönen Tag! Ein echtes Erlebnis!

  2. Lieber Franz,
    es war ein sehr kurzweiliger und interessanter Tag mit dir. Die Geschichte über das Gold (wie es in den Rhein gelangt) hat mir sehr gut gefallen. Der Ausflug war rund um etwas besonderes. Meine Erkenntnis: Auch Goldwaschen in der Pfanne will geübt sein. Ich werde auf jeden Fall versuchen, nochmal einen Kurs zu belegen und einige Tage in der Gegend zu verbringen.
    Liebe Grüße aus Kaiserslautern

    1. Liebe Christine, herzlichen Dank! Ja, auch Goldwaschen will gelernt sein. Aber Du kannst es ja schon ganz gut. Über ein Wiedersehen würde ich mich sehr freuen! Goldige Grüße aus dem Markgräflerland nach Kaiserslautern!

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