Goldwaschen am Rhein 26.08.2017

Goldwaschen macht mächtig durstig

Ja, so kann’s gehen. Goldwaschen kann eine hitzige Arbeit sein. Aber wer Erfolg haben will, muss sich in Geduld üben und mit Bedacht die Goldwaschpfanne auswaschen – immer im Bewusstsein, dass das schwere Gold beim Rütteln auf den Pfannenboden sinken muss, während die oberen und leichten Sandschichten über den Pfannenrand wieder fortgespült werden.

Soweit so gut. Doch bevor das Sandgemisch in der Pfanne ist, heißt es erst einmal: schaufeln! Und das kann mächtig viel Muskelkraft erfordern. Erst recht, wenn die Flussgrund stark verdichtet und damit hart „wie Beton“ ist. Das bekamen die Teilnehmer dieses Goldwaschkurses zu spüren. Sie ließen sich durch meine Ermahnungen trotzdem nicht beirren und gingen mit einem ziemlichen Tempo ans Graben. Der Flussgrund war bockelhart. Heiß und sonnig war’s obendrein.

Zwar standen wir alle im wenige Dezimeter tiefen Wasser, doch die Abkühlung von unten war offenbar nicht genug, so dass einige Goldsucher ihre Hitze mit ziemlich vielen Getränken zu bekämpfen versuchten. Pech, sie kamen noch mehr ins Schwitzen. So wurden im Laufe des Tages ganz nebenbei zahllose Getränkeflaschen geleert. Die Leute hatten es offenbar zu gut mit sich gemeint.

Dabei hatte ich schon zu Beginn des Goldwaschtages gesagt, langsam und mit Ruhe zu arbeiten und nicht in Stress zu verfallen. Schließlich handle es sich um einen Goldwaschkurs. Es komme nicht darauf an, möglichst schnell viel Gold zu schürfen, sondern die Technik zu erlernen und nebenbei – quasi als Belohnung – Rheingold mit nach Hause zu nehmen.

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Wegen des leicht gestiegenen Wasserstandes und des angekündigten Hochsommertages hatte ich mich noch in den frühen Morgenstunden kurzfristig entschieden, statt in Neuenburg einen Goldwaschplatz ein paar Kilometer südlich aufzusuchen. Dort hätten wir genügend Schatten; die Bäume am Lagerplatz gewährten herrliche Kühle. Die Entscheidung hätte für diesen Tag nicht besser sein können.

Schön war’s übrigens auch für die Kinder. Sie hatten genauso wie die großen Goldsucher riesig viel Freude, nach dem gelben und ziemlich seltenen gelben Metall zu schürfen und immer wieder ein Goldflitterchen in die Aufbewahrungsfläschchen tupfen zu können.

Klar, bei so netten Leuten war’s ebenso für mich ein wundervoller, schöner Goldwaschtag. Gut gelaunte und sooooo fleißige Leute, das hat man als Kursleiter gerne. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an alle! Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann mal wieder – beim Goldwaschen am Rhein…

Ein Kommentar

  1. Es war ein tolles Erlebnis. Auch wenn unsere Truppe zahlreiche Getränke zu sich genommen hat und wir dadurch angeblich in Hektik verfallen sin,d, haben wir doch einiges mitgenommen und einen unvergesslichen Tag gehabt. Vielen Dank für alles und viele Grüße aus dem Siegerland.

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