Goldwaschen am Rhein 27.08.2017

Fröhliche Goldsucher und Goldfunde

Wer mich kennt, der weiss: Goldwaschkurse sind bei mir keine bittere, trockene Angelegenheit. Es geht zwar darum, allen Teilnehmern die grundlegendsten Kenntnisse des Goldwaschens zu vermitteln, mit ihnen die Waschtechnik einzuüben und natürlich auch Gold zu finden, aber in erster Linie sollen alle einen traumhaft schönen Erlebnistag genießen. Dazu suche ich stets wildromantische Uferabschnitte am Altrhein aus.

Auch heute erlebten die neuen Goldwäscher einen schönen Tag. Ich hatte mich für den Rheinkilometer 179 entschieden. Der Wetterbericht hatte einen heißen Sommertag vorausgesagt. Hier unter den Laubbäumen fänden wir wenigstens genügend Schatten. Zumindest während den Schürfpausen. Darüber informierte ich die Teilnehmer bei der Begrüßung bei der Tourist-Information in Bad Bellingen.

„Hauptsache, wir finden ein paar Kilo Gold!“ äußerte ein Kursteilnehmer seine Erwartungen schon zu Beginn. Ich konnte ihn beruhigen: Wenn es auch nicht der Kilo-Brocken sein werde, aber Gold werde jeder mit nach Hause nehmen. „100 Prozent!“

Tatsächlich ist das Rheingold zumeist sehr klein. Manchmal sind die Flitterchen (so nennt man die Blättchen) ein bis zwei Millimeter mächtig, oft aber darunter. Dass wir hier am Rhein erfolgreich Gold schürfen können, haben wir dem Schweizer Napfgebiet zu bedanken, dem Ursprung des Rheingoldes. Das Vorgebirge zu den Schweizer Alpen liefert permanent neues Gold. Dabei handelt es sich um eines der seltensten Edelmetalle überhaupt.

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Mit der richtigen Waschtechnik, wird jeder sein Glück finden. Manche Goldsucher erschürfen sich im Laufe der Zeit sogar so viel Gold, dass sie daraus einen oder zwei Ringe schmieden lassen.

Angesichts der bestens gelaunten Schar war es nicht schwierig, der Gruppe so rasch wie möglich die richtige Waschtechnik beizubringen. Zwar lieferte meine erste Probewaschung schon mehrere Goldflitterchen in der ersten Pfanne, aber als es für die Gruppe darum ging, sich selbst mit der Pfanne zu versuchen, spülten die meisten die schweren Sande und damit auch das Gold zurück in den Fluss. Nach ein paar weiteren Fehlschläge hatten die ersten ihr erstes selbst gewaschenes Gold. Was für ein Anblick!

Die Goldwäscher des heutigen Tages kamen teils von sehr weit angereist: von Schleswig-Holstein und Holland bis aus der Schweiz. Ein Schweizer Goldwäscher, der bereits Erfahrungen aus dem Napfgebiet hatte und dort kaum fündig wurde, freute sich, wie relativ einfach es hier bei uns am Altrhein ist. Und für die Kinder aus Norddeutschland, die sich nichts sehnlicher wünschten, als selbst einmal nach dem gelben Metall zu schürfen, hatten ebenso einen erlebnisreichen, goldigen Abenteuertag wie alle anderen – natürlich mit echtem, selbst gefundenem Rheingold!

Eine Teilnehmerin fand sogar einen Quarzkiesel, auf dessen Oberfläche ein kleines Stückchen Berggold haftete. Solche Funde sind sehr selten und bereichern nun ihre Mineraliensammlung.

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an alle! Es ist einfach schön, so tolle Leute in die Geheimnisse des Goldwaschens einzuführen.

6 Kommentare

  1. Zum Ende der Sommerferien kommt nun unser Dank von der Hohenloher Ebene für einen netten Sonntag am und im Rhein. Wir haben viel Interessantes über das Goldwaschen erfahren und selbst erlebt, wie mühsam das „Gold finden“ ist. So waren wir über jedes gefundene Goldflitterchen glücklich und die werden nun gehütet wie Schätze. Vielen Dank und viele Grüße!

    1. Hallo nach Hohenlohe! Schön, dass Ihr zum Goldwaschen gekommen seid und Euch das Abenteuer gefallen hat. Ich wünsche Euch, dass jedes einzelne Goldflitterchen Glück bringen wird!

  2. Der Tag war prima, wie hatten viel Spaß und auch wenn die Nuggets nicht gefunden wurden, waren es doch recht viele Flitterchen. Die Infos und Geschichten zum Gold waren sehr interessant. Das Seminar war für die Jungs auch toll gemacht.
    Vielen Dank
    die Schleswig-Holsteiner

  3. Auch wenn die Ausbeute nicht so viel war, wie erwartet (5 Goldnuggets zu finden, war etwas übertrieben), hat es riesigen Spaß gemacht, das Gold zu waschen wie vor hundert Jahren am Klondike. Nett waren auch die Bekanntschaften (viele Grüße an die Pforzheimer). Die Geschichten rund ums Gold waren auch super und der Fluss war auch nicht so kalt. Die Goldwaschmethoden waren zwar anstrengend aber auch erfolgreich.

  4. Die Goldwäsche hat uns sehr viel Spaß gemacht. Zwar sind wir nicht reich geworden, aber immerhin eine schöne Erfahrung reicher. Das Goldwaschen wurde professionell gestaltet.
    Die „Hotzenwälder“ mit Enkel Ilias

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