Goldwaschen am Rhein 29.07.2017

Goldsuche auf der Neuenburger Insel

Zum ersten Mal seit langer, langer Zeit besuchte ich gemeinsam mit Teilnehmern des Goldwaschkurses die Neuenburger Insel. Zwar war ich immer mal wieder an den Ufern der kleinen Rheininsel auf der Suche nach dem gelben Metall unterwegs, doch heute mit einer kompletten Gruppe. Bereits am Vortag hatte ich einige Proben genommen. Schließlich wollte ich auch sichergehen, dass jeder Rheingold finden würde.

Die Überraschung des Tages waren zwei außergewöhnliche Funde. Eine Teilnehmerin fand ein fast dreiviertel Zentimeter großes Goldstückchen. Die Goldsucherin war besonders sorgfältig vorgegangen, hatte die Waschpfanne nur sehr langsam geschwenkt und die Sande intensiv studiert. Deshalb wusch sie während des ganzen Tages nur wenige Pfannen aus.

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Die Geduld sollte sich lohnen. Plötzlich blinkte ein mächtiges Stückchen auf dem Pfannenboden. Vom Durchmesser her passte es gerade noch in das Aufbewahrungsgläschen. Eine genaue Untersuchung des Riesengoldflitterchens konnte ich vor Ort nicht vornehmen. Der erste Anschein aber ließ die Herzen aller Teilnehmer höher schlagen.

Eine weitere Teilnehmerin machte einen anderen besonderen Fund: Rheingold in der Form einer Nadel. Auch solche Funde sind selten. Ansonsten wurden etliche Goldflitterchen von der üblichen Größe von einem Millimeter und deutlich darunter geschürft.

Der Goldwaschplatz auf der Rheininsel liegt idyllisch und abseits der ansonsten von Badenden bevorzugten Uferbereiche. Hier sind die Goldsucher ganz unter sich. Er bietet überdies einen kleinen Grasbereich, wo wir das Lager aufschlugen. Rings herum sind schattenspendende Büsche. Die Sicht zum Neuenburger Ufer ist dank dichter Büsche versperrt; der Abschnitt ist die Idylle pur.

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Die Teilnehmer waren auch heute wieder begeistert und haben schöne Erinnerungen mit nach Hause genommen. Einige Teilnehmer waren von weit her angereist und übernachteten in umliegenden Hotels oder Ferienwohnungen.

Wenngleich alle hofften, den ganz großen Fund zu machen, „ein Goldnugget mindestens von einem Kilogramm Gewicht“, so blieben diese Wünsche unerfüllt. Das Rheingold ist zwar – gemessen an Goldfunden in anderen Flüssen – zwar recht groß, aber Nuggets bleiben mit wenigen seltenen Ausnahmen aus. Und dass die Goldsuche nicht einfach nur bedeutet, die Goldflitterchen aus dem Flusssand aufzupicken, das erfuhren alle Teilnehmer mehr als deutlich. Denn es musste kräftig geschaufelt und gesiebt sowie geschwenkt werden. Bei aller Hoffnung, rasch das begehrte Edelmetall zu finden, tupfte mancher auch gleich goldglänzende Mineralien wie „Katzengold“ (Pyrit) sowie gelblichen Glimmer gleich mit in das Aufbewahrungsgläschen.

Was soll’s, es war einfach ein wundervoller Tag mit Sonnenschein, Abenteuerfeeling und sogar mit Goldfunden. Herzlichen Dank an alle!

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