Goldwaschen am Rhein 31.03.2018

Profi-Goldsucher zeigten uns ihre Funde

Was für ein Tag! Sonnenschein und Niedrigwasser. Das sind die perfekten Zutaten für einen schönen Goldwaschtag. Darauf freuten sich auch die heutigen Teilnehmer des Goldwaschkurses. Diesmal trafen wir uns vor dem Rathaus in Neuenburg am Rhein; der Goldwaschplatz lag ein paar Kilometer nördlich.

Schon am frühen Morgen – während der üblichen Vorbesichtigung – war ich über den tiefen Pegel überrascht, zumal es seit gestern Abend die ganze Nacht über geregnet hatte und der Wasserstand des Bodensees sowie in der Zentralschweiz gestiegen war.

Doch es herrschte Ebbe. Die Geröllbank lag so hoch, dass an den Einsatz von Goldwaschrinnen gar nicht zu denken war.

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Aber das sollte uns nicht weiter stören. So wuschen wir halt den ganzen Tag über ausschließlich mit den Pfannen. Der Umgang mit diesem Werkzeug ist ohnehin der schwierigste Teil beim Goldwaschen, denn ohne Pfanne gibt es kein Gold. Und davon konnten auch heute wieder alle etliche Goldstückchen mit nach Hause nehmen.

Dabei war der Start alles andere als erfolgreich. Das letzte große Hochwasser hatte den Waschplatz komplett verändert.

Die erfolgreichen Grabungsplätze waren mit Kieselsteinen verfüllt, und zwischen den großen Steinklötzen schoss kein Wasser mehr hindurch; die Lücken waren komplett verfüllt.

So tasteten wir uns vom äußeren Ende der Geröllbank Schaufel um Schaufel auf die Innenseite vor und hatten endlich die goldrichtigen Stellen gefunden. Ab jetzt hatte jeder Gold in der Pfanne, sofern er die richtige Waschtechnik anwandte und das wertvolle Metall nicht im Eifer über den Pfannenrand fortspülte.

Gefreut habe ich mich übrigens auch über das Erscheinen zweier befreundeter Goldsucher: Wolfgang aus dem Markgräflerland und Urs aus der Schweiz.

Sie gaben den Kursteilnehmern gerne ihre Erfahrungen weiter. Außerdem waren zwei Goldsucher gekommen, die ihre Rinnen mit Wasserpumpen betrieben und uns ihre reichlichen Goldfunde zeigten. Sie hatten sogar Proben von Karlsruhe sowie Köln dabei.

Insgesamt war auch dieser Goldwaschtag einfach toll – mit prima und begeisterten Goldwäschern. Am liebsten hätten sie wohl noch viel länger Gold gewaschen, wenn sie nicht so weite Heimreisen vor sich gehabt hätten… Vielleicht das nächste Mal. Einige möchten „auf alle Fälle“ wieder kommen, vielleicht im Sommer. Und dann möchten sie mehr Zeit einplanen… Es war ein herrlicher Tag. In jeder Hinsicht.


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3 Kommentare

  1. Es war ein schöner Tag. Man hat viel gesehen und gefunden und konnte den interessierten Neulingen auch mal zeigen, was man an einem Tag rausholen könnte.
    Schöne Grüße aus köln

  2. Variatio delectat – Abwechslung erfreut. Was für ein Glück, dass uns wenigstens einige kleine Abschnitte des früher kilometerbreiten natürlichen Rheins – der heutige Altrhein – erhalten geblieben sind! Durch Flussbaumassnahmen wurde zwar enorm viel Kultur- und Siedlungsraum gewonnen. Vom ursprünglichen Rhein kann man aber nur träumen. Immerhin ändert sich die Szenerie am Altrhein fast täglich etwas und innerhalb weniger Tage können meterhohe Unterschiede des Pegelstands vorkommen. Jeder Goldwaschplatz ist anders und jeder Platz für sich ist wiederum im Laufe der Tage und Wochen wieder anders…keine immer gleichen gemauerten Schrägufer mit Warnschildern der „Electricité de France“ alle 50 Meter…
    Entlang dieses „Altrheins“ werden die Goldwaschkurse von Hr. Andorf durchgeführt. Seine „Dreh-Schütteltechnik“ um das Waschgold sichtbar zu machen, muss man gesehen haben…sie erfordert etwas Geschicklichkeit, ist aber sehr schnell und lässt sich schwer in Worten beschreiben.

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