Goldwaschen nach dem Januar-Hochwasser

Wasserstand sinkt ganz allmählich 

Goldwaschen kann ja so spannend sein. Besonders wenn das Wetter nicht weiß, was es eigentlich will. Noch vor einer Woche hatte es in den Bergen heftig geschneit, dann setzten heftige Regengüsse ein und sprudelte die weiße Pracht fort. Zunächst strömte die Flüssigkeit die Bäche hinab, lässt sie sogar über die Ufer treten, dann geht’s weiter – bis in die Flüsse. Wenn die Zentralschweiz, der Bodenseeraum sowie der Schwarzwald sein Weiß verliert, füllt sich der Oberrhein. Und der hatte in den letzten Tagen mächtig viel zu tun, all das Nass in Richtung Nordsee zu transportieren. Die Folge für die Goldsucher: Die Goldwaschplätze waren meterhoch geflutet.

Heute machte ich mir von mehreren Uferabschnitten ein Bild. Schließlich ist für kommenden Samstag der erste Goldwaschtag dieses Jahres geplant. Rasch konnte ich an den Uferrändern feststellen: Der Rheinpegel fällt. Das ist schon mal eine gute Nachricht. Allerdings sind die beliebtesten Waschbänke noch geflutet. Weder bei Grißheim, Neuenburg am Rhein noch beim Rheinkilometer 179 ist Goldwaschen möglich. Allerdings – und jetzt folgt wieder eine gute Nachricht – kann am Ausweichplatz geschürft werden. Die Geröllbank liegt hier deutlich höher und lässt sogar den Einsatz von Goldwaschrinnen zu. Das Goldwaschen am Samstag kann also stattfinden. Voraussetzung ist allerdings, dass Wetter und Rhein es sich nicht wieder anders überlegen und wider allen Erwartungen noch einmal heftige Regengüsse bescheren. Es bleibt also spannend.

Am morgigen Freitag werde ich auf www.twitter.com/goldsucher_de eine Bewertung schreiben.

Übrigens, am Rhein herrschte heute herrlicher Sonnenschein. Das Thermometer zeigte plus 14 Grad – und das im Januar! Bei diesen frühlinghaften Temperaturen sprießen sogar im Rheinwald die ersten Frühlingsblumen.

Eine dringende Bitte! Angemeldete Teilnehmer, die nicht am Goldwaschen teilnehmen können, sollten dies unbedingt vorab mitteilen, damit die erschienenen Teilnehmer sowie ich nicht unnötig auf sie warten.


Goldwaschen am Rhein auf goldsucher.de 

Ein Kommentar

  1. Goldwaschtag 27.01.2018

    Überrascht und erfreut, dass der Waschtag trotz Rhein-Hochwasser stattfinden konnte, erlebte unsere kleine Gruppe einen schönen und interessanten Tag mit vielen glänzenden Flitterchen in Pfanne und Schleuse. Spannend, dass im Geröll praktisch die gleichen Gesteine wie orografisch viel weiter oben (im Napfgebiet) vorkommen! Sie sind jedoch häufig viel flacher und waren auf der „Ausweichbank für Hochwasser“ dachziegelartig flussabwärts geschichtet, wohl durch den Wasserdruck.
    Interessant zu beobachten war die Veränderung des Wasserstandes im Verlaufe des Tages. Dies war jedoch unkritisch, da der Wasserstand abnahm. Im umgekehrten Fall hätte man richtig aufpassen müssen!
    Noch ein letztes: Herr Andorf ist ein sehr erfahrener Goldwäscher, von dem man etwas lernen kann!

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