Goldwaschkurs 01.07.2017

Kühler Wind und heißes Gold

„Das ist ja heiß!“ freute sich ein Teilnehmer am Samstag, als er sein erstes Goldflitterchen in der Pfanne funkeln sah. Es war ein kleines, kaum einen Millimeter großes Goldplättchen. Endlich! Einige Male hatte er erfolglos versucht, dem ausgesiebtem Rheinsand wenigstens ein winziges Stückchen des gelben Metalls zu entreißen.

Aber irgendwie spielte ihm das Schicksal einen Streich. Bis es endlich klappte und von nun an immer wieder Goldflitterchen auftauchten. Was war geschehen?

Eingangs hatte ich der Gruppe, die sich an diesem wolkenverhangenen Tag fürs Goldwaschen bei Neuenburg am Rhein zusammengefunden hatte, eine theoretische Einfühung gegeben und erklärt, das Goldwaschen sei eine sehr ruhige Arbeit.

Auf keinen Fall sollten wir in Hektik verfallen, denn die Gefahr sei groß, im Eifer des übereifrigen Pfannenschwenkens alles Gold zu verlieren. So war es auch bei diesem Teilnehmer. Verbissen hatte er versucht, aus dem ausgesiebten Sand das kleine Stückchen Glück zu finden. Dabei schwenkte er die Pfanne so heftig, dass der Inhalt komplett vermischt wurde. Schwere Mineralien bzw. Sande, die sich eigentlich auf den Pfannenboden absetzen sollten, kamen nach oben und wurden über den Rand hinaus ins Wasser gespült. Übrig blieben lediglich noch ein paar blitzeblank sauber gerüttelte Kieselsteine.

Wie gefällt Euch das Goldwaschen am Rhein? Schreibt unten Eure Meinung!

Also demonstriere ich den richtigen Waschvorgang erneut, schaufelte Kies in das Sieb, durch das die Sande in die darunter liegende Pfanne fielen. Und dieser Sand musste nun langsam, ganz laaangsam gerüttelt, geschwenkt und reduziert werden. Dabei setzten sich die schweren Bestandteile auf den Boden, während die leichteren darüber lagerten und fortgespült werden mussten. Das hört sich recht einfach an, aber in der Praxis gestaltet sich das dann doch etwas schwieriger.

Auch heute hatten wieder alle Teilnehmer ihren Spaß, lernten das Geheimnis erfolgreicher Goldwäscher kennen und fanden auch etliche Goldflitterchen. Groß waren sie nicht, allemal bis zu einen Millimeter im Durchmesser. Aber immerhin.

Noch während des Nachmittages wurde eine Pause eingelegt. Wir kamen am Ufer zusammen, bauten die Grillstelle auf und ließen es uns bei Würstchen und anderen Leckereien bestens schmecken, während ich der Gruppe noch einige Informationen über die historischen Rheingoldwäscher, die Herkunft des Rheingoldes sowie die Eigentschaften des Goldes als Element berichtete. Alle hörten gespannt zu. Und nachdem sich alle gestärkt waren, ging’s wieder hinaus auf die Geröllbank, diesmal um die Waschrinnen einzusetzen und noch mehr des gelben Metalls zu schürfen. Es klappte bestens!

Glück hatten wir auch hinsichtlich des Wetters. Für die Nachmittagsstunden waren Regenschauer angekündigt. Die blieben jedoch fern. Nicht aber der kühle Wind. Doch der konnte uns nichts anhaben. Das Wasser war lauwarm. Gefreut hat mich auch, dass diesmal Teilnehmer aus meiner Heimatstadt dabei waren. An die junge Familie, aber natürlich auch an alle anderen: Wir alle waren ein super tolles Team! Es hat Spaß gemacht.

 

Ein Kommentar

  1. Hallo Herr Andorf,

    Vielen Dank noch mal für das tolle Erlebnisse am Samstag!

    Könnten Sie uns bitte alle Bilder vom 1.7. zukommen lassen?!

    Vielen Dank schon mal
    Grüße aus Schwanau
    Anette Albietz

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