Goldwaschkurs 09.07.2017

Wieder Goldsucher aus der Goldstadt dabei

Pforzheim feiert dieses Jahr Jubiläum. Die Goldstadt am Nordschwarzwald blickt auf 250 Jahre seit Begründung als Schmuck- und Uhrenstadt zurück. Auch heute durfte ich wieder eine Familie aus Pforzheim begrüßen. Sie wollte – ebenso wie all die anderen Teilnehmer – einmal aus eigenem Erleben erfahren, woher denn das Gold stammt, aus dem so schöner Schmuck und herrlich glänzende Münzen gefertigt werden.

Für eine Überraschung sorgten außerdem meine Tochter Ann-Katrin, die ihrem Freund Kris ganz plötzlich zu einem Goldwaschtag am Rhein überredete – und letztlich begeistert selbst echtes Rheingold schürfte. Und schließlich waren noch befreundete Goldsucher, zwei echte „Profis“, aus Rastatt da. Sie testeten ihre neue, selbstgebaute Waschrinne. Erst vorige Wochen war die „Rohrleitungsrinne“ mit großem Erfolg getestet worden. Diesmal ging es darum, sie zu verbessern.

Davon konnten sich die Teilnehmer am Sonntag selbst ein Bild machen. Zu ihrer Überraschung stellten sie aber auch fest, dass es weitaus mehr Goldsucher gibt, als man annehmen könnte. Ein Stück entfernt von uns saßen zwei Basler Goldsucherinnen am Ufer, und oberhalb von uns war gleich eine ganze Gruppe dabei, das gelbe Metall aus dem Sand zu waschen.

Vom Treffpunkt in Bad Bellingen waren wir zunächst ein paar Kilomete nach Süden gefahren und vom Waldparkplatz über den alten Rheindamm zum Rheinkilometer 179 gelaufen.

Dort – unter großen, schattenspendenden Bäumen – war unser Lagerplatz. Direkt vor uns lag die große, goldführende Geröllbank. Den Fußweg zum Goldwaschplatz verkürzte ich, indem ich den Teilnehmern zunächst die wichtigsten Grundlagen für eine erfolgreiche Goldsuche erzählte. Endlich angekommen, ging es sofort ans Schürfen. Und siehe da, bereits in der ersten Probepfanne glänzte das erste Goldstückchen. Was für ein herrlicher Anblick!

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Im weiteren Verlauf suchten wir die wenige Meter oberhalb liegende Schürfstelle auf, wo ich bereits von einer Woche beträchtliche Mengen an Goldflitterchen geborgen hatte. Hier musste noch viel, viel mehr liegen! So war es auch, denn in fast jeder Pfanne fanden sich mindestens ein, manchmal mehrere Goldflitterchen pro Pfanne. Wer mal keines fand, hatte sicherlich nicht die richtige Waschtechnik angewandt, bewegte die Pfanne zu schnell und schleuderte somit den gesamten Inhalt über den Pfannenrand hinaus.

War der vorige Tag noch heiß und schwül, so war heute der Himmel mit Wolken verhangen. Die Abkühlung tat allen gut. Hin und wieder kam zwar ein Sonnenstrahl durch die Wolken, aber der für diesen Tag angekündigte sollte tatsächlich noch eintreffen. Allerdings erst zum Schluss des Goldwaschtages. Es war ein erfrischender Sprühregen.

Ein herzliches Dankeschön all den Teilnehmern dieses Tages! Ich freue mich immer wieder über so spannende, schöne Begegnungen!

4 Kommentare

  1. Hallo,
    es war wirklich ein super Tag. Wir hatten viel Spass und auch sehr Interessant. Vielleicht ergibt sich bald wieder eine Möglichkeit nach Istein zu kommen.
    Liebe Grüße
    Fam. Mitrasch aus der Goldstadt

  2. Hallo Herr Andorf,
    vielen Dank für den tollen Tag, es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Man merkt, dass Sie mit Leidenschaft dabei sind! Auch bei uns ist der Goldgräberfunke übergesprungen. Wir werden Sie gerne weiterempfehlen!

    Viele Grüße vom Mittelrhein und danke für die Bilder

    Marco & Sabrina

    P.S.: Wir haben die hart erarbeiteten „Goldbarren“ inklusive Muskelkater gut nach Hause gebracht :-).

    1. Hallo liebe Sabrina und lieber Marco, ja, wir machen es wirklich mit Leidenschaft, übrigens bei jedem Wetter. Die Goldsuche ist eine Faszination, die man nicht beschreiben kann. Und wenn das Gold erst einmal in der Pfanne liegt… Was gibt es goldigeres?

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